Prozess

Elfjähriger Wuppertaler soll Mitschüler bedroht haben

Gericht bekräftigt Ausschluss von der Realschule.

Wuppertal. Ein Elfjähriger soll mehrfach seine Mitschüler bedroht, beleidigt und verletzt haben. Seine Wuppertaler Realschule hat entschieden, ihn mit sofortiger Wirkung zu entlassen. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf stellte jetzt die Rechtmäßigkeit fest. „Die Einschätzung der Schule, dass der Schüler durch wiederholtes Fehlverhalten die Rechte anderer ernstlich gefährdet und auch verletzt hat, ist aus Sicht des Gerichts nicht zu beanstanden“, teilte die Pressestelle mit.

Die Schule habe das Verhalten dokumentiert. Der Elfjährige habe „in zahlreichen Fällen und in sehr kurzer Abfolge Mitschüler beleidigt und bedroht.“ Er habe den Schulfrieden erheblich gestört, so das Gericht. „So hat der Schüler mehrere Mitschüler zu unterschiedlichen Gelegenheiten beleidigt, bedroht und geschlagen, unter anderem in den Bauch. Mit einer Wasserflasche hat er auf den Kopf und auf die Beine von Mitschülerinnen eingeschlagen. Einen weiteren Mitschüler hat er mit dem Tode bedroht. Außerdem hat er eine Mitschülerin sexuell beleidigt.“

Die sofortige Entlassung von der Schule sei geboten, um weiteres Fehlverhalten und Gefährdungen der Mitschüler auszuschließen. „Bereits in der Vergangenheit war der Schüler mit einer Vielzahl massiver Regelverstöße im Unterricht und Gewalttätigkeiten aufgefallen.“ Und: „Sämtliche Ordnungsmaßnahmen wurden und werden ergänzt durch eine Reihe von erzieherischen Maßnahmen sowie Unterstützung und Beratung aufgrund des bestehenden sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs des Schülers.“

Es habe keinen Einfluss auf die Rechtmäßigkeit der Entlassung von der Schule, dass die Eltern des Elfjährigen versucht hätten, „der Schule vorzuwerfen, gegen ihren Sohn Druck aufgebaut und etwa kindliche Schmeicheleien als sexuelle Belästigungen gewertet zu haben.“ Gegen die Gerichtsentscheidung kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht NRW in Münster eingelegt werden.

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