Nordstraße

Einsturzgefährdetes Haus: Staatsanwaltschaft stellt Verfahren ein

Das Haus in der Nordstraße gilt seit Anfang Mai als einsturzgefährdet
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Das Haus in der Nordstraße gilt seit Anfang Mai als einsturzgefährdet.

Wuppertal. Eigentümer dürfte von möglichen Risiken beim Umbau in Wuppertal nichts gewusst haben.

Der Boden ihrer Wohnung bog sich so stark nach unten durch, dass sie schon fürchtete, dass ein Schrank umfällt; in den Wänden zeigten sich Risse. Am Samstag, 7. Mai, rief eine Bewohnerin des Mehrfamilienhauses an der Nordstraße gegen 19 Uhr die Feuerwehr. Die fünf Bewohner mussten die Hausnummer 18 aus Sicherheitsgründen verlassen.

Die Kriminalpolizei nahm die Ermittlungen auf: Die Beamten hatten den Verdacht, dass laufende Sanierungsarbeiten im Haus nicht sachgemäß durchgeführt wurden. Der Vorwurf: Baugefährdung. Sieht ein Gericht diesen Straftatbestand erfüllt, kann es eine Haftstrafe bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe verhängen, wenn Leib und Leben von Menschen gefährdet wurde.

Zu einer Gerichtsverhandlung wird es jedoch nicht kommen. Die Staatsanwaltschaft hat das strafrechtliche Verfahren gegen den Eigentümer des einsturzgefährdeten Hauses eingestellt, bestätigt Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert. „Es ist so, dass bei solchen historischen Gebäuden immer ein Restrisiko besteht, weil keine Pläne existieren.“ Laut der Denkmalliste der Stadt Wuppertal wurde das Haus um das Jahr 1870 erbaut. „Der Eigentümer dürfte also von möglichen Risiken nichts gewusst haben und hat bei den Sanierungsarbeiten gegen keine Regeln für handwerkliche Arbeiten verstoßen.“

Zivilrechtlich hätten die Mieter trotzdem die Möglichkeit, Ansprüche geltend zu machen. Bei Wohnungsmängeln sei beispielsweise eine Mietminderung denkbar. -dk/pal-

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