Welcome Week 

Einige Erstis benehmen sich daneben

+
Das Luisenviertel ist gern gewähltes Ziel in der Welcome Week für die Erstis. Anwohner und Wirte sind nicht immer begeistert. 

WUPPERTAL Bilanz der Welcome Week in Wuppertal: IG Luisenstraße kritisiert Sportler-Fachschaft.

Von Valentin Schneider

Ruhestörungen, auch mit einem Megafon, sowie Trinkspiele auf offener Straße: Vor zwei Jahren sorgte die Welcome-Week für die Erstsemester an der Wuppertaler Uni für viel Ärger in Elberfeld. Einige, die sich vor zwei Jahren massiv gestört fühlten, berichten in diesem Jahr von keinerlei Problemen. Auch eine Anwohnerin befand die ersten beiden Tage als ruhiger als in früheren O-Wochen.

Beschwerden gab es allerdings in der Mitte der Luisenstraße. So erklärte Jörg Eckhardt Kuznik, dass sich dort die Sport-Fachschaft mal wieder nicht sozial kompatibel verhalten habe. Andere Fachschaften hätten dies sehr wohl geschafft, betonte der Vorsitzende der IG Luisenstraße.

Asta spricht von Einzelpersonen, die sich nicht benehmen können

Laut Angaben der Anwohner habe man bis 0.30 Uhr die Sportler gehört, die Trinkspiele veranstaltet und Fußballgesänge gegrölt hätten. Zum Beispiel sei auch immer wieder ein lautes „Huh“ im Kollektiv erklungen. Für Anwohner, die früh aufstehen müssen, ist das eine Belastung.

Die Sportler-Fachschaft sorgte diesmal auch für Ärger im Cafe du Congo. So seien Tische von der Fachschaft reserviert worden, aber dann sei ohne Abmeldung gar keiner vorbeigekommen. Andere Gastronomen beschwerten sich über die Mengen an Glasmüll, den die Erstis im Viertel hinterlassen haben.

Anton Monse, der jetzt mit dem Sport-Studium startet, hat von solchen Lärmbelästigungen seiner Fachschaft indes nichts mitbekommen. Er spricht zwar von Beschwerden einiger Anwohner, allerdings habe man sich sofort entschuldigt. „Wir haben versucht, so gut es geht Rücksicht zu nehmen, aber es ist natürlich schwer, die Lautstärke auf null zu halten“, sagt er. Zudem habe man sich gar nicht so lange im Viertel aufgehalten – aufgrund von organisierten Parties wie im U-Club.

Asta-Vorstand Soufian Goudi erklärt, dass viele das erste Mal in Wuppertal sind und etwa bei Stadtrallyes die Stadt, aber eben auch die Kneipen kennenlernen wollen.

Das sieht auch Ruben Zarpentin so: „Die Fachschaften wollen den Erstsemestern ja auch einen schönen Einblick in das Wuppertaler Nachtleben geben“, meint der Vorsitzende der Fachschaftsrätekonferenz: „Sie geben den Erstis auch immer Anweisungen, wie sie sich zu verhalten haben, das Problem liegt meiner Ansicht nach eher bei Einzelpersonen, die sich nicht benehmen können.“

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Die ungewisse Zukunft der Düsseldorfer Umweltspur
Die ungewisse Zukunft der Düsseldorfer Umweltspur
Zoo: Stiftung bangt um Kindereisenbahn
Zoo: Stiftung bangt um Kindereisenbahn
Kaugummi-Wände für saubere City
Kaugummi-Wände für saubere City
Wuppertals OB fordert zuverlässigen Nahverkehr
Wuppertals OB fordert zuverlässigen Nahverkehr

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren