Einführungswoche

Einige "Erstis" benehmen sich daneben

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Das Luisenviertel ist gern gewähltes Ziel in der Welcome Week für die Erstis. Anwohner und Wirte sind nicht immer begeistert (Archivbild). 

WUPPERTAL Bilanz der Welcome Week: IG Luisenstraße kritisiert Sportler-Fachschaft.

Von Valentin Schneider

Ruhestörungen, auch mit einem Megafon, sowie Trinkspiele auf offener Straße: Vor zwei Jahren sorgte die Welcome-Week für die Erstsemester an der Wuppertaler Uni für viel Ärger in Elberfeld. Einige, die sich vor zwei Jahren massiv gestört fühlten, berichten in diesem Jahr von keinerlei Problemen. Auch eine Anwohnerin befand die ersten beiden Tage als ruhiger als in früheren O-Wochen.

Beschwerden gab es allerdings in der Mitte der Luisenstraße. So erklärte Jörg Eckhardt Kuznik, dass sich dort die Sport-Fachschaft mal wieder nicht sozial kompatibel verhalten habe. Andere Fachschaften hätten dies sehr wohl geschafft, betonte der Vorsitzende der IG Luisenstraße.

Asta spricht von Einzelpersonen, die sich nicht benehmen können

Laut Angaben der Anwohner habe man bis 0.30 Uhr die Sportler gehört, die Trinkspiele veranstaltet und Fußballgesänge gegrölt hätten. Zum Beispiel sei auch immer wieder ein lautes „Huh“ im Kollektiv erklungen. „Das ist natürlich für sozial engagierte Menschen, von denen viele im Luisenviertel leben eine Belastung“, weiß Jörg Eckhardt Kuznik von der IG Luisenstraße. „Denn die haben eben oft keine geregelten Arbeitszeiten und müssen oft in aller Frühe aufstehen“, sagt er.

Die Sportler-Fachschaft war es auch, die diesmal im Cafe du Congo für Verärgerung sorgte. So seien Tische von der Fachschaft reserviert worden, aber dann sei ohne Abmeldung gar keiner vorbeigekommen. Andere Gastronomen beschwerten sich über die Mengen an Glasmüll, den die Erstis im Viertel hinterlassen haben.

Studenten hätten sich nicht so lange im Viertel aufgehalten

VORSCHLÄGE

RUNDER TISCH Asta-Vorstand Goudi schlägt einen runden Tisch vor. Ein Zusammensetzen mit allen Beteiligten, also Anwohnern, Wirten, Asta, Fachschaften, Kommunalpolitikern und der IG.

REAKTIONEN Wirt Frank Stausberg findet Einzelgespräche mit zu lauten Studenten sinnvoller. „Vor allem bei etwa 1,5 Promille lässt sich eh niemand mehr ruhig halten“, sagt er. Jörg-Eckhardt Kuznik hält einen Runden Tisch für nicht ertragreich, da es aus eben immer diese eine Gruppe sei, die stört.

Anton Monse, der jetzt mit dem Sport-Studium an der Bergischen Universität startet, hat von solchen Lärmbelästigungen seiner Fachschaft indes nichts mitbekommen. Er spricht zwar von Beschwerden einiger Anwohner, allerdings habe man sich sofort entschuldigt. „Wir haben versucht, so gut es geht Rücksicht zu nehmen, aber es ist natürlich schwer, die Lautstärke auf null zu halten“, sagt er. Zudem habe man sich gar nicht so lange im Viertel aufgehalten – aufgrund von organisierten Parties wie im U-Club. Monse ist die Welcome-Week wichtig, um die anderen Studenten kennenzulernen.

Asta-Vorstand Soufian Goudi erklärt, dass viele das erste Mal in Wuppertal sind und etwa bei Stadtrallyes die Stadt, aber eben auch die Kneipen kennenlernen wollen. Das sieht auch Ruben Zarpentin so: „Die Fachschaften wollen den Erstsemestern ja auch einen schönen Einblick in das Wuppertaler Nachtleben geben“, so der Vorsitzende der Fachschaftsrätekonferenz: „Sie geben den Erstis auch immer Anweisungen, wie sie sich zu verhalten haben, das Problem liegt meiner Ansicht nach eher bei Einzelpersonen, die sich nicht benehmen können.“

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