Aktion

Eine zweite Chance für Bären und Bobby-Cars

Albert Demaj (v. l.), Martin Wegner, Martina Chudek und Sascha von Schwedler stellten das Projekt vor.
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Albert Demaj (v. l.), Martin Wegner, Martina Chudek und Sascha von Schwedler stellten das Projekt vor.

Technische Betriebe Solingen und Dekra Toys Company Wuppertal bereiten gemeinsam kaputtes Spielzeug auf.

Von Lucas Hackenberg

Solingen. So manchem blutet schon beim Gedanken daran das Herz: Viel zu oft wird defektes Spielzeug einfach entsorgt, obwohl es eigentlich noch nutzbar ist – oder immerhin nutzbar gemacht werden kann. Um dem entgegenzuwirken, haben sich die Technischen Betriebe Solingen in Kooperation mit der Dekra Toys Company in Wuppertal etwas einfallen lassen. Ab dieser Woche werden an zwei Standorten in Solingen Boxen aufgestellt, in die altes, beschädigtes oder nicht mehr benutztes Spielzeug gebracht werden kann. Durch Mitarbeiter der Toys Company in Wuppertal wird dieses dann aufbereitet und gegebenenfalls repariert. Sowohl im Entsorgungszentrum am Bärenloch, als auch am Müllheizkraftwerk in der Sandstraße stehen Sammelboxen bereit, die Spielzeuge aller Art vor dem endgültigen Wegwerfen retten sollen.

Das aufbereitete Spielzeug geht schließlich nicht wieder in den offenen Verkauf, sondern wird an Bedürftige und soziale Einrichtungen in Wuppertal weitergegeben. „So wollen wir insbesondere Kindern spielend einfach Freude schenken“, erzählt Sascha von Schwedler, Standortleiter der Toys Company in Wuppertal Vohwinkel.

Dieses Vorhaben wird von den Technischen Betrieben in Solingen mit viel Engagement unterstützt. „Dieses wirklich bemerkenswerte Projekt ist ein klarer Fingerzeig in Richtung Nachhaltigkeit und Recycling“, meint Martin Wegner als Betriebsleiter der TBS.

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Idee der Sammelbox soll neue Chancen schaffen

Dass die Idee von Wuppertal in die Klingenstadt überschwappte, ist auch der Verdienst von Martina Chudek, Abfallberaterin bei den TBS. „Als ich diese Recyclingidee in Wuppertal das erste Mal sah, dachte ich: Da können auch wir in Solingen einen Beitrag zu leisten. Wir wollen Spielzeugen eine zweite Chance geben“, teilt Martina Chudek entschlossen mit. Zugleich solle das angefangene Projekt der Startschuss für weitere Kooperation zwischen den TBS und der Toys Company in Wuppertal sein, stimmten alle drei überein.

Gleich in zweierlei Hinsicht soll die Idee der Sammelboxen dabei neue Chancen schaffen: Zum einen natürlich für Spielzeuge, welche durch liebevolle Aufbereitung ihren Weg in die Hände von Kindern finden, deren finanziell nicht so gut aufgestellt sind. Zum anderen bietet sich durch das Projekt aber auch die Gelegenheit, neue Arbeitsplätze zu schaffen. Arbeitssuchende, die seit längerer Zeit keiner Erwerbstätigkeit mehr nachkommen konnten, wird eine sogenannte Arbeitsgelegenheit geboten, die im Zuge der Arbeitsmarktreform SGB II gefördert wird. Die Toys Company ist dabei eine „Modellfirma“, die nahezu wie ein normales Unternehmen funktioniert. Der Unterschied besteht allerdings darin, dass durch das Unternehmen kein Gewinn erwirtschaftet wird und alle das Gleiche verdienen.

Die Beteiligten gehen dabei mit großer Zuversicht in das Projekt. Der Zuspruch für die Idee sei schon jetzt zum Beginn sehr groß. „Die Möglichkeit der Neuaufbereitung von Spielzeug muss aber natürlich auch fortwährend in den Köpfen der Menschen verankert werden“, sagt von Schwedler. Wenn dieser Fall eintrete, könne das Projekt ein innovatives Beispiel für Nachhaltigkeit sein.

Das Projekt

Hinter dem Projekt „Kaputtes Spielzeug findet ein neues Zuhause“ steht die Toys Company Wuppertal zusammen mit den Technischen Betrieben Solingen. Altes Spielzeug wird gesammelt und wiederaufbereitet. Standorte der Sammelboxen sind das Entsorgungszentrum Bärenloch und das Müllheizkraftwerk in der Sandstraße. Die Idee ist zeitlich nicht begrenzt, sondern soll eine fortwährende Möglichkeit der Wiederverwertung schaffen.

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