Spielspaß

Eine Schwebebahn aus Klemmbausteinen

Marvin Lichtenfels und Fabian Tragauer (v. l.) von „Stone Heap“ und Ideengeber Manuel Dwinger zeigen das erste Modell zur Ansicht.
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Marvin Lichtenfels und Fabian Tragauer (v. l.) von „Stone Heap“ und Ideengeber Manuel Dwinger zeigen das erste Modell zur Ansicht.

Wuppertal. Mitarbeiter des österreichischen Start-ups „Stone Heap“ zeigen ihren ersten Entwurf in Wuppertal.

Von Anne Palka

Noch stimmen die Farben nicht, die Stabilität wird noch verbessert und an Details gearbeitet: Es ist ein erstes Modell, um sich eine Schwebebahn aus Klemmbausteinen besser vorstellen zu können, das die Gründer des Start-ups „Stone Heap“ aus Österreich mit nach Wuppertal gebracht haben. Martin Bang, Chef von Wuppertal Marketing, ist begeistert: „Ich lerne, dass nichts unmöglich ist. Man merkt, dass sie eine Leidenschaft dafür haben, Modelle entstehen zu lassen.“

Ende Oktober hat Marktführer Lego entschieden, die Idee von Manuel Dwinger nicht umzusetzen. Umso mehr freut er sich, dass es nun doch ein erstes Modell gibt. Die Mitarbeiter von „Stone Heap“ haben die Abstimmung, bei der die Schwebebahn in wenigen Wochen 10 000 Stimmen sammelte, schon vorher beobachtet und standen somit in den Startlöchern.

„Es gibt genug Lokalkolorit bei den Wuppertalern, sie haben Lust darauf.“

Martin Bang, Wuppertal Marketing

Als Fabian Tragauer und Marvin Lichtenfels auf das Interesse von Wuppertal Marketing stießen, haben sie ihren eigenen Entwurf verfeinert und erweitert – am Computer entstanden zwei Varianten der Stützen, die Station Werther Brücke und ein Elefant. Das „Basis-Set“, die hellblaue Schwebebahn, die derzeit aus 1288 Teilen besteht, bauten sie aus echten Steinen. Auch an einer Motorisierung experimentieren sie. Bisher haben Fabian Tragauer und Marvin Lichtenfels vor allem anhand von Fotos gearbeitet. In Wuppertal waren sie am Donnerstag zum ersten Mal und schauten sich die Schwebebahn und ihre Stationen aus der Nähe an. Schon mittags bei der Besprechung mit Martin Bang hatten sie in den Räumen von Wuppertal Marketing einen Blick auf das Gerüst. Gemeinsam entschieden sie, dass es sich lohnt, in die nächste Phase der Planung zu gehen.

Der Lieferant der Klemmbausteine biete auch Formen, die Lego nicht im Sortiment hat, sagt Marvin Lichtenfels. „Dadurch können wir viel mehr umsetzen.“ Die Fenster gehen beispielsweise leicht zur Seite, damit der Schwebebahnwagen Struktur bekommt. Auch auf die Proportionen habe er geachtet.

Nun folgen Prototypen und eine Preiskalkulation

Insgesamt habe es vier Tage gedauert, das Modell am Computer zu erstellen. Mit echten Klemmbausteinen zeigten sich einige Herausforderungen: Die Schwebebahn soll möglichst reibungslos über das Gerüst fahren können, sie soll ausbalanciert gerade hängen und das Gelenk in der Mitte, mit dem Faltenbalg, ist nicht mit Standard-Bausteinen umsetzbar.

Im Januar wollen Fabian Tragauer und Marvin Lichtenfels wieder nach Wuppertal kommen. Mit echten Prototypen – verbesserten Farben, Details und Informationen für die Preiskalkulation. Sie sind optimistisch, dass das Modell mit ihrem Lieferanten schnell auf den Markt gebracht werden kann. Das Ziel ist, dass das Basis-Set weniger als 100 Euro kostet. Martin Bang wünscht sich, dass es in der Vorweihnachtszeit 2023 bei der Wuppertal Touristik erhältlich ist, Aufbau-Sets könnten folgen. „Es gibt genug Lokalkolorit bei den Wuppertalern, sie haben Lust darauf.“

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