Teilweise autofrei

Eine Fußgängerzone unter der Schwebebahn

Manfred Klee, Annette Raabe-Vehlow, Axel Sindram, Michael Spitzer, Hans-Peter Maurer von der Initiative.
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Manfred Klee, Annette Raabe-Vehlow, Axel Sindram, Michael Spitzer, Hans-Peter Maurer von der Initiative.

Wuppertal. Die Initiative Vision Vohwinkel will eine autofreie Kaiserstraße.

Von Christian Töller

Eine teilweise autofreie Kaiserstraße, auf der die Menschen flanieren und in Außengastronomien eine Tasse Kaffee trinken und eine Waffel essen können? Eine Plattform im Stationsgarten in Höhe der Schwebebahn, von der Touristen Fotos von eben jener machen können? Was sich für den einen oder anderen wie eine Spinnerei anhört, soll nach den Wünschen und Vorstellungen der neuen Initiative „Vision Vohwinkel“ bis spätestens zur Bundesgartenschau 2031 Wirklichkeit werden. „Wir wollen eine Diskussion in Gang setzen“, sagt Axel Sindram von Vision Vohwinkel.

„Wir verlieren den drittgrößten Stadtteil Wuppertals, die Menschen verlieren die Identifikation“, sagt Horst Harguth von der Initiative. Ziel ist es daher, Vohwinkel wieder lebenswerter zu machen. Dazu gehört auch eine Verkehrsberuhigung und eben eine teilweise autofreie Kaiserstraße. Diese „erstickt am Autoverkehr“, unterstreicht Harguth.

Nach den Vorstellungen von Vision Vohwinkel soll die Kaiserstraße von der Endstelle der Schwebebahn bis zur Brucher Straße autofrei werden. Bereits im September 2017 hatte Michael Spitzer, Vorsitzender des Vereins Aktion V – Werbegemeinschaft Vohwinkel, in einer Broschüre unter dem Titel „Vision oder Utopie“ über eine Fußgängerzone auf der Strecke Vohwinkeler Straße ab Schwebebahnhof bis Kaiserstraße/Ecke Brucher Straße nachgedacht. Als Beispiel nannte er Hilden, in der vor mehr als 30 Jahren die innerstädtische Hauptstraße in eine Fußgängerzone umgewandelt wurde, die nach zunächst großen Protesten inzwischen beliebt sei.

Neben einer Fußgängerzone auf der Kaiserstraße schwebt den Mitgliedern der Initiative auch ein besonderer Höhepunkt im Stationsgarten vor: Eine Aussichtsplattform, auf der Touristen auf gleicher Höhe die Schwebebahn fotografieren können. „Eine solche Plattform wäre eine wirkliche Attraktion“, sagt Manfred Klee von der Initiative. Es gelte nun, die Vision in konkrete Bahnen zu lenken. Mit der Herausnahme des Autoverkehrs in dem genannten Bereich entstünde eine Ruhezone. Diese würde „auch zur Verbesserung des Mikroklimas beitragen“, führt Klee weiter aus. Für die Gestaltung der Fußgängerzone schlägt die Initiative beispielsweise einen Brunnen, Trinkwassersäulen und auch eine Installation von Kunstwerken vor. Weitere Wünsche von Vision Vohwinkel sind eine Restaurierung des Bahnhofs und eine Glasfront für den Neubau der Schwebebahn-Wagenhalle.

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