Prävention

Einbruchschutz: Darauf ist bei neuen Fenstern zu achten

Thomas Hagemann (l.) von der Kriminalprävention der Polizei Wuppertal und Stefan Bürk von der Verbraucherzentrale informierten über einbruchsichere Fenster.
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Thomas Hagemann (l.) von der Kriminalprävention der Polizei Wuppertal und Stefan Bürk von der Verbraucherzentrale informierten über einbruchsichere Fenster.

Verbraucherzentrale und Polizei Wuppertal geben Tipps zum Thema Einbruchschutz.

Von Melek Curuk und Maike Kotthaus

Bergisches Land. Ungefähr 80 Prozent aller Einbrüche in ein Haus werden über einen Einstieg durch das Fenster begangen. Das berichtet Thomas Hagemann von der Kriminalprävention der Polizei Wuppertal. Deswegen sei es umso wichtiger, beim Einbau von neuen Fenstern darauf zu achten, dass es sich um ein „geprüftes und zertifiziertes Element“ handele.

Hagemann und Stefan Bürk von der Verbraucherzentrale Wuppertal informierten im Polizeipräsidium über die Vorteile von neuen Fenstermodellen. Laut Hagemannn sei die Zahl der Einbrüche während der Pandemie stark zurückgegangen, diese würden aktuell aber wieder steigen.

Daher sei die Anschaffung von einbruchssicheren Fenstern von großer Bedeutung. „Wir empfehlen, ein Modell ab der Widerstandsklasse RC2 zu kaufen. Beim Einkauf sollte man darauf achten, dass die Fenster eine einbruchhemmende Verriegelung haben, die sogenannte Pilzkopfverriegelung.“ Die Fenster ab der Klasse RC2 würden in einem Prüfverfahren getestet, weswegen sie Hagemann zufolge einen guten Einbruchschutz bieten. Außerdem sei es wichtig, dass die neu gekauften Fenster einen abschließbaren Fenstergriff sowie eine Sicherheitsverglasung ab der Klasse P4A hätten.

„Das Fenster ist ein sehr komplexes Bauteil“, erklärt Bürk, „aber moderne Fenster mit einer Dreifachverglasung sind sehr viel energieeffizienter.“ Die Anschaffung von Fenstern sei zwar sehr kostspielig, der Wärmeverlust könne durch eine Dreifachverglasung aber auch um mehr als 60 Prozent reduziert werden.

Entscheidend sei laut Bürk dabei der U-Wert, an dem sich die Effizienz der Wärmeschutzverglasung erkennen lasse. Heutzutage liegen die Mindestanforderungen an Verglasungen bei einem U-Wert von 1,0 W(m2K). Die neusten Modelle mit Dreifachverglasungen haben einen U-Wert von 0,5 bis 0,7 W(m2K). Je niedriger der U-Wert, desto besser speichert die Wärme im geschlossenen Raum. Für energiesparende Fenster könne es einen Zuschuss (bis 20 Prozent) geben, so Bürk.

Ob bereits eingebaute Fenster luftdicht sind und somit einen geringen Wärmeverlust haben, könne mit Hilfe eines einfachen Tests herausgefunden werden. Dazu kann man einfach ein Blatt Papier zwischen den festen und beweglichen Rahmen des Fensters legen und dieses dann schließen. Je schwerer das Papier herauszuziehen ist, desto luftdichter ist die Verriegelung.

Bereits eingebaute Fenster könnten auch nachgerüstet werden, erklärt Thomas Hagemann. Auch eine fachgerechte Beratung zum Thema Einbruchschutz biete die Kriminalprävention an ().

Beratung

Unter Tel. (02 02) 2 84 18 01 kann bei der Polizei ein Termin zur Begutachtung der eigenen Fenster ausgemacht werden. Auch die Verbraucherzentrale bietet eine persönliche Beratung an. Ein Termin lässt sich per E-Mail vereinbaren:

wuppertal.energie@
verbraucherzentrale.de

Weitere Informationen sind auf den Internetseiten von Polizei und Verbraucherzentrale zu finden:

www.k-einbruch.de

www.verbraucherzentrale-energieberatung.de

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