Volksfest

Ein Extra-Tag für die Haaner Kirmes

Platzmeister Rainer Skroblies blickt seiner 17. Kirmes in Haan entgegen und freut sich, nach zweijähriger Pause, endlich wieder auf ein tolles Fest für die ganze Familie.
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Platzmeister Rainer Skroblies blickt seiner 17. Kirmes in Haan entgegen und freut sich, nach zweijähriger Pause, endlich wieder auf ein tolles Fest für die ganze Familie.

Traditionsveranstaltung startet bereits am Freitag, 23. September – erwartet werden 190 Beschicker.

Von Tanja Bamme

Haan. Wenn die Fahrgeschäfte dröhnen, es in der Stadt nach gebrannten Mandeln riecht und Kinder mit glücklichen Gesichtern durch die Innenstadt laufen, dann ist endlich wieder Kirmeszeit. Zwei Jahre mussten die Haaner auf ihr Traditionsfest verzichten. Jetzt steht der Termin endlich wieder fest im Jahreskalender etlicher Gartenstädter und vieler Besucher aus dem Bergischen.

Los geht es bereits am Freitag, 23. September. Und das ist schon eine Besonderheit. „Denn eigentlich geht die Kirmes klassischerweise von Samstag bis Dienstag“, weiß Platzmeister und Hauptorganisator Rainer Skroblies. Anlässlich des Jubiläums 100 Jahre Stadtrechte, das eigentlich bereits 2021 hätte gefeiert werden müssen, wird die Kirmes um einen Tag verlängert.

Besonders wird auch die Eröffnung. Die erinnert in ihrem Ablauf an das 625. Kirmesjubiläum im Jahr 2011. „Wir werden einen ökumenischen Gottesdienst feiern und dann im Festmarsch zum Riesenrad laufen. Dort gibt es dann Ballons für die Kinder und den traditionellen Fassanstich“, so Skroblies, der sich schon auf den Startschuss freut.

Schließlich gibt es auf der Kirmes eine ganze Menge zu entdecken. 190 Beschicker werden vor Ort sein. „Darunter 15 Großfahrgeschäfte, elf Fahrgeschäfte für Kinder, eine Losbude und noch mal rund 60 Imbissbuden, 60 Verkaufsstände und Spielbuden sowie Ausschankanbieter“, weiß Skroblies, der das Fest im 17. Jahr organisiert.

Leicht ist es dem erfahrenen Platzmeister jedoch nicht gefallen, die Kirmesplätze zu vermieten. Die Gründe dafür sind unterschiedlicher Natur. „Zunächst einmal haben in den vergangenen zwei Jahren einige Schausteller aufgehört, sei es aus Kostengründen wegen der Pandemie oder dem Alter wegen“, erklärt Rainer Skroblies. Zudem mache der anhaltende Personalmangel einen Betrieb für viele Anbieter unmöglich. Hilfskräfte aus dem Ausland gibt es kaum mehr, anderes Personal lässt sich bei den Gehältern selten finden. Wer nicht auf familiäre Hilfe zurückgreifen kann, ist oft aufgeschmissen. „Und auch die gestiegenen Spritkosten kommen erschwerend hinzu. Da müssen die Beschicker genau überlegen, welche Wege sie einschlagen“, ist sich der Platzmeister sicher.

Preise werden diesmaletwas höher ausfallen

Auch der bisherige Stromtarif kann nicht gewährt werden. „Hat ein Auto-Scooter damals für die Zeit der Kirmes zwischen 600 und 700 Euro gezahlt, kann es gut sein, dass jetzt der doppelte Betrag fällig wird“, mutmaßt Skroblies, der hofft, dass die Strompreise zur Kirmeszeit nicht horrend ausfallen. Für die Kirmesbesucher wird es aber keine böse Überraschung bei den Preisen geben. „Die Preise werden zwar etwas höher ausfallen, aber die Schausteller wissen selbst, dass sie die Mehrkosten nicht komplett an die Kunden weitergeben können. Sonst nimmt das Angebot niemand mehr wahr“, so der Platzmeister.

Hintergrund

Die Kirmes öffnet am Freitag, 23. September, um 17 Uhr und schließt um 24 Uhr. Am Samstag kann sie von 14 bis 1 Uhr besucht werden. Am Sonntag geht es bereits um 11 Uhr weiter, die Kirmes schließt dann um 23.30 Uhr. Der Kirmes-Montag beginnt um 10 Uhr und endet ebenfalls um 23.30 Uhr. Am Dienstag öffnet die Kirmes um 14 Uhr, gegen 21.30 Uhr wird das große Jubiläumsfeuerwerk gezündet.

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