Tickets gibt es ab Anfang August

Tonhalle bietet im September viele Höhepunkte

Die Tonhalle am Beginn der Rheinuferpromenade. Foto: Jan Roloff
+
Die Tonhalle am Beginn der Rheinuferpromenade.

In Düsseldorf steht die neue Spielzeit vor der Tür.

Von Stephan Eppinger

Düsseldorf. In der Tonhalle geht es wieder los – ab Anfang August gibt es Tickets für die neue Saison, die im September gleich zu Monatsbeginn den Tonhallen-Gästen einen der Höhepunkte der Saison bietet: Die spektakuläre Inszenierung „prometheus.disorder“ verbindet Musik, Tanz, Licht und Sprache. Sie verleiht Beethovens Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“ eine neue Dimension als Achterbahnfahrt durch eine Welt in Unordnung. In der Reihe „Na hör’n Sie mal“ mit dem Notabu-Ensemble Neue Musik sind zwei Uraufführungen zu hören und im „Symphonischen Palais“ konzertieren Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker in kammermusikalischer Besetzung. Das Jugendsinfonieorchester (JSO) wagt sich an Dvoráks 8. Symphonie und bei der Familienmusikwoche am Ende des Monats stehen mehr als zwei Dutzend Konzerte für Kinder vom Baby- bis ins Grundschulalter auf dem Programm. Krönender Abschluss dieses klingenden Festivals sind das Familienkonzert „Die Brüder Löwenherz“ und der Tag der offenen Tür.

Kammermusik: Am 1. September spielt das Notabu-Ensemble Neue Musik unter der Leitung von Mark-Andreas Schlingensiepen gleich zwei Uraufführungen: „Deuce“ für Klavier, Marimba und Drumset von Diethelm Zuckmantel und Konzertepisoden für Klarinette, sechs Streicher und Schlagzeug von Norbert Laufer. Dazu gesellt sich ein Werk des in Ratingen heimischen Komponisten Raimund Juelich. Gekrönt wird das Konzert von einer eher selten zu hörenden Fassung von „Le Sacre du Printemps“, die Igor Strawinsky für zwei Klaviere schrieb.

Sternzeichen: Prometheus formte, so erzählt der Mythos, die ersten Menschen: fehlerhafte Vorserienmodelle. Beethovens Ballettmusik, die selbst einer kompositorischen Versuchsanordnung gleicht, illustriert diese ungelenken Gehversuche. Am 3., 5. und 6. September rückt die Tonhalle den Titan Prometheus ins Zentrum und legt ihn auf die Couch. In einem spektakulären Gesamtkunstwerk aus Musik, Tanz, Licht und Sprache wird der eigentliche Grund für das Scheitern offensichtlich.

Das Symphonische Palais: Im Saal des historischen Palais Wittgenstein treten die Musiker der Düsseldorfer Symphoniker aus dem Kollektiv. In kleinen kammermusikalischen Formationen widmen sie sich eigenen Lieblingsstücken sowie selten Gehörtem. Beim Konzert am 12. September spielt ein Ensemble um Konzertmeister Dragos Manza Streichquartette von Beethoven, Ravel und Enescu.

Am 12. September steht das erste Konzert des JSO der neuen Saison auf dem Spielplan. Der Düsseldorfer Komponist Norbert Laufer hat die „Ringparabel“ aus „Nathan der Weise“ bereits vor über 15 Jahren vertont und in der Tonhalle uraufgeführt. Nun bringt das JSO die symphonische Kantate gemeinsam mit Gesangssolistinnen und -solisten der Robert-Schumann-Hochschule zurück auf die Tonhallenbühne. Außerdem erklingt ein Flötenkonzert von Carl Reinecke sowie Antonín Dvoráks Symphonie Nr. 8.

Das Symphonische Palais ist die kreative Spielwiese der Düsseldorfer Symphoniker. In immer neuen Konstellationen formieren sich die Musikerinnen und Musiker zu kleinen Ensembles und verweben bekannte Kammermusikstücke mit selten gespielten Raritäten. Am 19. September sind Streichquartette von Haydn, Webern und Zemlinsky zu hören.

Familienmusikwoche: Wenn kleine Finger nach schwingenden Saiten greifen und große Augen sich fasziniert an die Klappen der Klarinette heften, wenn es Kinder, vom Tanzfieber gepackt, kaum auf ihren Sitzen hält und sie an der Seite ihrer Eltern begeistert mitsingen, dann ist Familienmusikwoche in der Tonhalle. Vom 20. bis 26. September gibt es mehr als zwei Dutzend Konzerte für Klitzeklein bis schon fast Groß zu erleben.

Sternschnuppen – Die Brüder Löwenherz: Astrid Lindgrens Märchen über die Brüder Jonathan und Krümel ist einzigartig: Es beschreibt eine Liebe, die so stark ist, dass sie den Tod überwindet. Im Familienkonzert am 26. September ist Philipp Matthias Kaufmanns Orchesterkomposition zu hören, in der die Brüder Löwenherz ein feines musikalisches Gesicht bekommen: Nangijala, das Land des ewigen Frühlings, und Karmanjaka, das Schattenland, werden aus Klangfarben gemalt.

Tag der offenen Tür mit dem Orchestertag: Die Tonhalle Düsseldorf ist nicht nur das Zuhause der Düsseldorfer Symphoniker, sondern auch Heimat dreier Nachwuchsorchester und eines Publikumsorchesters für Erwachsene. Nach dem Lockdown tönt es nun wieder aus allen Ecken des Hauses. Und wie vollmundig sie klingen, das lassen die Ensembles beim Orchestertag am 26. September hören.

Weitere Termine: 7. September: Ensemble Modern Orchestra; 9. September: Joja Wendt; 13. September: Max Raabe & Palast Orchester; 16. September: Hazel Brugger; 19. September: Aeolus Bläserwettbewerb; 19. September: Sinfonieorchester der Philharmonischen Gesellschaft Düsseldorf.

Vorverkauf

Tickets: Der Karten-Vorverkauf für die Tonhallen-Saison 2021/22 startet am 2. August. Der Vorverkauf für die Konzerte der Familienmusikwoche startet zwischen dem 31. August und dem 2. September.

www.tonhalle.de

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden
Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden
Flutopfer stellen Strafanzeige gegen Behörden
Entdeckungstouren entlang der Trasse
Entdeckungstouren entlang der Trasse
Entdeckungstouren entlang der Trasse
Balkantrasse: Skateboarder tödlich verunglückt
Balkantrasse: Skateboarder tödlich verunglückt
Balkantrasse: Skateboarder tödlich verunglückt
Der Damm am Wasserwerk Glüder ist beschädigt
Der Damm am Wasserwerk Glüder ist beschädigt
Der Damm am Wasserwerk Glüder ist beschädigt

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare