Made in China

Dreirad mit Hybridmotor lässt Wuppertaler staunen

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Dieses gelbe „TukTuk“ interessiert viele auf dem Ölberg. Ein Besitzer wurde bislang nicht gefunden. 

WUPPERTAL Das gelbe Fahrzeug steht am Ölberg. Anwohner rätseln, wem es gehört.

Von Maja Röttger und Manuel Praest

Vielen Bewohnern am Ölberg dürfte das knallig gelbe Dreirad an der Ecke Charlottenstraße und Wülfrather Straße schon aufgefallen sein. Und bei einigen löste es regelrecht Begeisterung aus, wie in der Facebook-Gruppe „Mobiler Ölberg“ nachzulesen war. Weil das Fahrzeug jedoch ohne jeglichen Hinweis dort geparkt wurde, rätselten Anwohner und Interessierte, wem es wohl gehört und was es damit auf sich hat. Schließlich sieht man nicht jeden Tag ein vermutlich aus China stammendes Dreirad mit Hybridmotor in der Nachbarschaft.

Auch Klaus Lüdemann, der sich bereits seit Jahren am Ölberg engagiert und für die Grünen im Rat und in der Bezirksvertretung Elberfeld sitzt, wundert sich über das Fahrzeug: „Vor Weihnachten wurde es dort abgestellt und seitdem nicht mehr bewegt“, erzählt er. In der Gruppe „Mobiler Ölberg“ auf Facebook tauschen sich seit Jahresbeginn Interessierte und in Sachen Verkehrswende Aktive aus.

Klaus Lüdemann würde damit gern den Lieferverkehr ausstatten

Besitzer des Gefährts könnte ein Handwerker sein, vermutet Peer Stemmler, der das Foto ins Netz gestellt hatte. Der Maschinenbauingenieur ist Autofan und war -sammler. Mittlerweile sammele er mehr Räder, erzählt er schmunzelnd. Das Dreirad habe aber schnell seine Neugier geweckt. Dass so ein Elektrofahrzeug am Ölberg auftauche, komme nicht von ungefähr, sagt er mit Blick auf die vielen Nordstädter, die sich mit der Zukunft der Mobilität befassen. In den Kommentaren des Beitrags schrieben einige Ölberger, sie würden gern mal mitfahren.

Dass es sich bei dem Fahrzeug um eine chinesische Produktion aus Shandong handelt, die etwa 1000 Dollar (umgerechnet etwa 870 Euro) kosten soll, will Klaus Lüdemann herausgefunden haben und hat ein ähnliches Modell unter dem Beitrag verlinkt. Was die Kosten angeht, gibt es aber direkt Hinweise weiterer Kommentatoren, dass dazu sicher auch noch Einfuhrgebühren, Zoll und ähnliches kämen. Zudem wäre auch die Frage der Zulassung zu klären.

Lüdemann schlägt vor, dass man ein solches Dreirad in der Elektrovariante als Möglichkeit einbringen könne, den Lieferverkehr in der Innenstadt zukünftig umzuwandeln. Zur Zeit werden die Geschäfte von großen Transportern oder Lastkraftwagen beliefert, was nicht nur Fußgänger behindert, sondern auch die Luft in der Innenstadt verschmutzt. Eine Initiative, die ein solches Vorhaben umsetzen wolle, würde Lüdemann gern unterstützen. Als vergleichbares dreirädriges Rollermobil fällt ihm nur die „Ape“ von Piaggio ein, die in Italien schon für den Lieferverkehr genutzt wird. Allerdings ist sie, wegem des Exports und der Zulassung in Deutschland deutlich teurer, vermutet er.

Stemmler hingegen ist sich relativ sicher, dass es sich bei dem „Ölberger Dreirad“ um ein technisch anders ausgestattetes handelt als bei dem von Lüdemann verlinkten. Er will sich nun auf die Suche nach Eigentümer und vor allem Hersteller machen. Dennoch betont er: „Es ist richtig, dass es solche Fahrzeuge gibt. Wir müssen uns verkleinern.“

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