Gartennetzwerk

Dirk Fischer schwärmt für die Park-Perlen

Dirk Fischer auf der Hardt, seinem Lieblingspark. Er engagiert sich intensiv für Wuppertals Anlagen. Foto:
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Dirk Fischer auf der Hardt, seinem Lieblingspark. Er engagiert sich intensiv für Wuppertals Anlagen.

Im Europäischen Gartennetzwerk sind bereits fünf Wuppertaler Anlagen vertreten

Von Friedemann Bräuer

Wuppertal. Als Dirk Fischer vom Förderverein Historische Parkanlagen vor zehn Jahren einen Gartenführer vom Landschaftsverband Rheinland durchblätterte, da dachte er nur: „Mit der Qualität der dort genannten Gärten kann Wuppertal mindestens mithalten“, und wies in einem Telefonat beim Verband auf Wuppertals Parkschönheiten hin. Roswitha Arnold, stellvertretende Vorsitzende des Europäischen Gartennetzwerks, folgte seiner Einladung, und nach einem Treffen am Bismarckturm auf der Hardt, konnte sich Arnold vom Wahrheitsgehalt der Fischerschen Thesen überzeugen. „Sie haben recht“, hieß es, und nach Gesprächen mit den Fachabteilungen der Stadt wurde 2013 der Antrag gestellt, die Hardt ins Europäische Gartennetzwerk (EGHN – European Garden Heritage Network) zu übernehmen.

Die von Fischer aufgebauten guten Kontakte führten dann dazu, dass auch der Grüne Zoo, der Skulpturenpark Waldfrieden und die Barmer Anlagen eingegliedert wurden. Der Adolf-Vorwerk-Park, ein Kleinod unterhalb des Toelleturms mit wertvollen Rhododendron-Beständen, wird dank der vorzüglichen Arbeit des zuständigen Gärtners Martin Röder laut Mitteilung der Stadt im Oktober durch Übergabe der entsprechenden Urkunde in die gärtnerische Champions League aufgenommen. Und nun hat auch der Barmer Nordpark nach zahlreichen Verbesserungen wie dem Bau der sechs Meter hohen Aussichtsplattform Skywalk mit dem phänomenalen Blick über die Stadt und dem Mehrgenerationen-Parcours beste Aussichten, demnächst auch zur europäischen Crème de la Crème zu gehören.

„Der Nordpark hat durchaus das Potenzial für eine Aufnahme in das EGHN“, findet auch Annette Berendes, Leiterin des städtischen Ressorts Grünflächen und Forsten. „Dann wäre Wuppertal mit sechs Gärten unter den rund 200 Einrichtungen im EGHN vertreten“, hofft Dirk Fischer, der es sich zur Herzensangelegenheit gemacht hat, seiner Heimatstadt europäische Geltung zu verschaffen.

Bergisches Städtedreieck ist in neuem Gartenführer vertreten

„Diese 200 Gärten erstrecken sich von Russland bis Spanien, von Italien bis nach Großbritannien und sind mehrheitlich in 13 regionalen Gartenrouten organisiert und fünf verschiedenen Themen zugeordnet“, so Fischer. Die EGHN-Gärten des Städtedreiecks Wuppertal, Remscheid und Solingen gehören zur regionalen Gartenroute Rheinland und werden in dem 2022 neue aufgelegten „Gartenführer für Parks und Gärten im Rheinland“ vorgestellt. „Wuppertal hat mit seinem starken Auftritt im EGHN schon ein Pfund, mit dem man auch überregional wuchern und mehr Menschen ins Tal und auf Wuppertals grüne Höhen locken könnte.“ Wie das Stadtmarketing mitteilt, spielt das EGHN beim Wuppertal Marketing regelmäßig eine Rolle, wenn Wuppertals Vorzüge als grüne Großstadt kommuniziert werden.

„Die Hardt wurde schon 1807 angelegt und ist als ältester Bürgerpark auf Initiative der Elberfelder Bürger entstanden“, sagt Dirk Fischer über seinen Lieblingspark, zu dem seit 1890 der Botanische Schulgarten, später der Botanische Garten gehört. „Hier bin ich, so oft es geht.“

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