Schritt für Schritt

Diese Stadtfeste kommen in Wuppertal wieder

Jörg-Eckhardt Kuznik von der IG Luisenstraße freut sich auf das anstehende Luisenfest in Elberfeld. Foto: Andreas Fischer
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Jörg-Eckhardt Kuznik von der IG Luisenstraße freut sich auf das anstehende Luisenfest in Elberfeld.

Wuppertal. Ab 20. März werden die Corona-Maßnahmen gelockert, die Planungen bei Veranstaltern laufen auf Hochtouren.

Von Miriam Karout und Timo Schusters

Schritt für Schritt wurden viele Corona-Schutzmaßnahmen bereits gelockert. Auch für die Stadt Wuppertal bedeutet dies vor allem auch, dass ein Stück Normalität zurückkehrt und die Planung für Stadtteilfeste und Veranstaltungen auf Hochtouren läuft. In der Gastronomie und bei Kultur- und Sportveranstaltungen gilt wieder 3G. Auch Clubs und Diskotheken sind unter Hygienemaßnahmen wieder geöffnet.

Mit steigenden Temperaturen und sinkenden Zahlen scheint auch die Pandemie ein Stück weit bezwungen. Doch komplette Entwarnung gibt es von Seiten der Stadt noch nicht. „Der Höhepunkt der Omikron-Welle ist zum Glück vorbei. Die Zahlen sind gesunken, aber die Pandemie ist nicht vorbei. Es sollte sich niemand in falscher Sicherheit wägen“, mahnt Gesundheitsdezernent Stefan Kühn. Nicht alles, was man dürfe, müsse man auch tun. Die Einschränkungen der vergangenen zwei Jahre seien natürlich groß gewesen, gerade auch für Kinder. „Deswegen kann ich eine gewisse Müdigkeit verstehen“, sagt er.

Unter den geltenden Corona-Regelungen und mit Hygienekonzept bereiten sich die Veranstalter auf die kommenden Monate vor. Luisenfest, Barmen Live, verkaufsoffene Sonntage – auch das Piratenfest zum 200. Jubiläum der Stadtsparkasse Wuppertal stehen in diesem Jahr noch auf dem Plan. In Elberfeld dürfen sich die Bürger auf das Luisenfest freuen. Wie zuvor auch soll es einen Trödelmarkt geben, eine Musikbühne und Kinderbespaßung im Wandelgarten, teilt Jörg-Eckhardt Kuznik von der IG Luisenstraße mit. „Wir werden wie immer auf das Sortiment achten“, sagt Kuznik. Es solle wieder ein richtig schöner, alter Trödel werden. Der 27. April ist als Verkaufsdatum für die freien Händler festgelegt.

Auch das Ölbergfest für den 11. Juni ist in Planung. „Es ist beabsichtigt, das stattfinden zu lassen“, versichert Organisator Alexander Klein. Wie und in welchem Umfang, werde noch geklärt. Fragezeichen gibt es auch noch beim Veranstaltungsteam der Utopiastadt. David Becher teilt mit, dass man noch überlege, wie der Utopiastadt-Campus im Sommer bespielt werden könnte. Den Trassenjam kann er bislang weder bestätigen noch ausschließen. „Bestimmt wird auch gefeiert“, sagt er. Aber wie wisse man noch nicht.

Auch das Piratenfest der Sparkasse soll am 13. August am Islandufer stattfinden. „Wir planen ein ganz normales Piratenfest und werden es dann den aktuellen Ereignissen anpassen“, erklärt Pressesprecher Jürgen Harmke. Es sollen wieder rund 15 Stationen für Kinder- und Jugendliche aufgebaut werden. Darunter eine Hüpfburg, Bogenschießen und eine Kletterschlange und Seile, die auf das Parkhaus der Sparkasse führen. Als Highlight können Besucher auch wieder mit der Seilbahn über die Wupper gleiten und mit einem Floß zurück über den Fluss gelangen.

In Barmen findet zunächst das Fest „Barmen Live“ vom 26. bis zum 29. Mai statt. Das genaue Konzept bekomme die ISG Barmen-Werth noch vorgelegt, berichtet Geschäftsführer Thomas Helbig. Im Rahmen der Veranstaltung soll es am 29. Mai außerdem zusammen mit dem Elberfelder Cocktail einen verkaufsoffenen Sonntag geben. Vom 5. bis zum 7. August soll außerdem das 37. Barmer Winzerfest stattfinden. Für den 18. bis zum 21. August kündigt Helbig „Barmen Karibisch“ an – das wie üblich mit viel Sand vor dem Rathaus, Beachvolleyball, Street Food und karibischen Klängen gefeiert werden soll. Im Herbst folgt vom 7. bis 9. Oktober die Barmer Lichterzauberkirmes, und auch mit dem St. Martinszug am 10. November plant man aktuell.

Manche Wuppertaler haben wegen der Pandemie Zweifel, ob Stadtfeste stattfinden sollten. Ursula Konopik sagt, ein Besuch hänge von den Inzidenzen ab. „Generell besuche ich Stadtfeste natürlich gerne“, sagt sie. Rolf und Kornelia Wagner finden das Luisenfest „nicht schlecht“, machen sich aber Sorgen, dass Lockerungen und Feste die Corona-Lage verschärfen könnten. Auf verkaufsoffene Sonntage gehen sie ungern: „Uns ist es immer zu voll. Auch Stadtfeste sind häufig zu viel Trubel“, sagt Rolf Wagner. Andreas Wehner hingegen sieht die Bedrohung durch Corona relativ gelassen: „Unter freiem Himmel wird wahrscheinlich nichts passieren, gerade im Sommer.“

„Die Leute sehnen sich nach der persönlichen Begegnung und dem Live-Erlebnis. Ich glaube, die Zeit ist überreif, auch wenn unsere Corona-Zahlen das bei genauerer Betrachtung nicht hergeben“, sagt Kulturdezernent Matthias Nocke. Man könne aber mittlerweile damit umgehen. Die anstehenden Veranstaltungen und Lockerungen sieht er als eine Entwicklung, die der Stadt, der Lebensqualität und den Menschen guttun. Persönliche Begegnungen – vor allem auch in der Nachbarschaft – seien wichtig für den Zusammenhalt in Wuppertal.

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