Leben im Quartier

Die Mirke soll noch attraktiver werden

Der Mirker Bahnhof an der Nordbahntrasse ist ein beliebtes Ziel. Die Mirke hat aber noch viel mehr zu bieten. Archivfoto: Andreas Fischer
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Der Mirker Bahnhof an der Nordbahntrasse ist ein beliebtes Ziel. Die Mirke hat aber noch viel mehr zu bieten. Archivfoto: Andreas Fischer

Wuppertal. Bewohner werden zum Leben im Quartier befragt.

Von Valentin Schneider

Die Mirke hat den Ruf, eines der attraktiveren Wuppertaler Stadtviertel zu sein. Zahlreiche Vereine und Initiativen wie etwa das Quartier Mirke oder die Utopiastadt sind dort beheimatet. Außerdem gibt es eine Fülle an kulturellen Angeboten wie zum Beispiel im Café Ada, wo häufig Tanzkurse oder Konzerte stattfinden. Wie aber bewerten die Mirker selbst ihr Quartier? Könnte etwas noch besser werden? Und wie hat Corona ihren Alltag verändert? Diese Fragen werden den Mirkern in den kommenden Monaten in drei Umfragerunden von einem dafür gegründeten Forschungsteam gestellt. Bestehend aus Mitarbeitern der Bergischen Universität, dem Wuppertal Institut und in Kooperation mit der Stadt Wuppertal wollen sie herausfinden, wie ein Stadtviertel aussehen muss, damit es den Bedürfnissen aller Bewohner gerecht wird.

Das Projekt findet im Rahmen des Solar Decathlon Europe statt, der 2021/22 in Wuppertal ausgetragen wird. Die erste von insgesamt drei Umfragerunden beginnt wegen Corona erst Anfang August.

Unterschiedliche Perspektiven aufs Quartier

Bis zum 23. Juli laufe aktuell allerdings noch die Rekrutierungsphase, sagt Melina Freudenthal vom Stadtforschungsteam. Dort werden allgemeine Informationen über die Teilnehmer abgefragt, außerdem können sie bereits Themenwünsche und Anregungen einbringen. Diese sollen dann in den drei Runden zu Fragestellungen an die Teilnehmer gemacht werden. Freudenthal ist bislang zufrieden mit der regen Teilnahme der Mirker. „Denn um ein aussagekräftiges Stimmungsbild zu erhalten, ist es wichtig, dass möglichst viele Leute ihre persönliche Sicht teilen“, sagt sie.

Schon rund 750 Personen haben sich inzwischen online registriert, um bei der Umfrage mitzumachen. Viele Menschen, die alle eine etwas andere Perspektive auf ihr Quartier mitbringen. Einige aktive Quartierbewohner haben bereits in einem Youtube-Video Rede und Antwort gestanden: So etwa Christiane Riesner von Forum Mirke und mobile Mirke. Sie lebt bereits seit 1990 im Quartier und betont vor allem das gute Miteinander der dort lebenden Menschen. Zudem wünscht sie sich unter anderem mehr Platz für parkende Autos. Erol Celik (Anadolu-Wuppertal) würde sich darüber freuen, wenn es künftig mehr Gemüseverkaufsstände gäbe. Auch Cafés oder Eiscafés gebe es noch zu wenig. „Aber ich bin froh, dass so viele hier engagiert etwas aufbauen wollen“, betont er und ergänzt: „Ansonsten gibt es ja schon sehr viele schöne Freizeitmöglichkeiten“.

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