Der Abriss der Bergischen Sonne beginnt jetzt

Die Vorbereitung für den Abriss der Bergischen Sonne haben begonnen. Foto: Wirtschaftsförderung Wuppertal
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Die Vorbereitung für den Abriss der Bergischen Sonne haben begonnen. Foto: Wirtschaftsförderung Wuppertal

Die Stadt Wuppertal will auf der Fläche des früheren Freizeitbades auf Lichtscheid Technologieunternehmen ansiedeln

Von Andreas Boller

Wuppertal Das ehemalige Freizeitbad Bergische Sonne stand einige Jahre leer und soll jetzt dem Erdboden gleichgemacht werden. Mit vorbereitenden Arbeiten hat der Abriss begonnen. An dem Standort am Lichtscheider Kreisel will die Stadt Wuppertal auf dem sogenannten Smart-Tec-Campus Unternehmen ansiedeln, die von ihrer Ausrichtung zu dem Technologiecampus der Bergischen Universität am Freudenberg, dem Technologiezentrum Wuppertal sowie den auf der Südachse ansässigen Unternehmen Aptiv, Brose, WKW oder Vorwerk Autotech passen. 19 000 Quadratmeter soll für Gewerbeansiedlung neu erschlossen werden.

Bei der Revitalisierung der Fläche arbeitet die Stadt eng mit der Landesgesellschaft NRW.Urban zusammen. „Bei den gemeinsamen Planungsgesprächen wurde schnell deutlich, dass die Umwandlung vom ehemaligen Freizeitbad zu einem neuen Technologiestandort ein aufwendiges Projekt wird. Beim Abbruch werden insgesamt 7300 Kubikmeter Beton geschreddert, die als recyceltes Material wiederverwendet werden. 350 Tonnen Holz fallen allein durch den Rückbau der Dachkonstruktion an“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Wuppertal.

Vor wenigen Wochen haben die Stadt und die Wirtschaftsförderung den Abrissauftrag an eine Bietergemeinschaft aus Lünen vergeben. Die Köster Abbruch GmbH und die Prümer GmbH sind nun auf der Baustelle zunächst mit zehn Arbeitern aktiv. Sobald die vorbereitenden Arbeiten abgeschlossen sind, soll der Abriss mit schwerem Gerät beginnen.

Im zweiten Quartal 2021 sollen die Abrissarbeiten abgeschlossen sein. Danach wird die Infrastruktur zur Erschließung der Gewerbefläche mit Fernwärme, Strom, Wasser und Glasfaser eingerichtet. Anfang 2022 soll die Fläche dann soweit vorbereitet sein, dass Unternehmen und Investoren mit dem Bau ihrer neuen Büro- oder Forschungs- und Entwicklungsstandorte beginnen können.

Beim Verkauf der Flächen zahlt die Stadt zunächst drauf

Die zunächst kalkulierten Kosten von 1,8 Millionen Euro für den Abriss und die Entwicklung der Fläche lassen sich nicht einhalten. „Diese Summe reicht für den Abbruch und die Entsorgung aus, was eine gute Nachricht ist. Im ersten Quartal 2021 wollen wir dann verlässliche Zahlen vorlegen, was die Herrichtung der Fläche zusätzlich kosten wird“, sagt Stadtdirektor Johannes Slawig.

Kostentreiber ist die Gebäudetopographie des ehemaligen Freizeitbades mit zwei Gebäudeniveaus. Es werden aufwändige Böschungsbauwerke errichtet werden müssen, was den finanziellen Aufwand für die Stadt noch einmal um einen siebenstelligen Betrag erhöhen dürfte. Ein späterer finanzieller Gewinn für die Stadt durch den Verkauf der Flächen ist daher auszuschließen.

Die Stadt erhofft sich vielmehr mittelfristige Effekte zur Wirtschaftsförderung durch die Schaffung qualifizierter Arbeitsplätze und über spätere Gewerbesteuereinnahmen, die in Relation zum finanziellen Aufwand gesetzt werden müssen.

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind: „Das Projekt zielt auf Unternehmen, die in umweltbezogenen Branchen unterwegs sind. Für deren Mitarbeiter ist es wichtig, dass sie in einer Umgebung arbeiten, in der die Werte, die sie motivieren, auch gelebt werden. Genau darauf zielt ein ökologisch orientiertes Gewerbegebiet ab.“Die Akquise ist angelaufen, einige Anfragen von interessierten Unternehmen liegen der Wirtschaftsförderung vor. „Wir werben nicht nur mit einer guten Lage, sondern auch mit einer ökologischen Qualität des Standorts um Unternehmen der Technologiebranche“, so Stadtdirektor Johannes Slawig. Offen sei, ob auf dem Campus einige wenige größere oder mehrere kleine Gebäude Platz finden. Wie die die Modellierung des Geländes ausfällt, soll auch an der Nachfrage der Unternehmen ausgerichtet werden.

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