Erfrischend

Der Werther Brunnen soll bald wieder sprudeln

Der Kugelbrunnen des Künstlers Friedrich Werthmann ist derzeit defekt und wird von Fachfirmen untersucht.
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Der Kugelbrunnen des Künstlers Friedrich Werthmann ist derzeit defekt und wird von Fachfirmen untersucht.

Wuppertal. Die geteilte Kugel in Barmen war wegen technischer Defekten ausgefallen.

Von Friedemann Bräuer

„Kein sanftes Plätschern, sondern die pure Kraft des Wassers“, so urteilte ein Besucher der Barmer Einkaufsmeile Werth über den Kugelbrunnen, der im Osten den Eingang zur Fußgängerzone markiert. Doch zuletzt war die Freude im wahrsten Sinne des Wortes getrübt, denn wegen Defekten in der Elektrik und der Wasserpumpe sprudelte es nicht mehr, und das noch im Becken befindliche Wasser wurde trübe und zudem durch gedankenlos hinein geworfenen Abfall zusätzlich verunreinigt und bot einen unansehnlichen Anblick, wie eine Leserin der Redaktion mitteilte.

Allerdings wurde das mit Natursteinen aus Granit gepflasterte Becken gründlich gesäubert und präsentierte sich zuletzt trocken und geradezu „keimfrei.“ Wie Wuppertals Stadtsprecherin Karin Petersen berichtete, wird die nicht mehr Wasser speiende geteilte Kugel derzeit von Fachfirmen untersucht und soll in Kürze mithilfe der in den Halbkugeln befindlichen Düsen wieder fröhlich sprudeln.

Der aus zwei Halbkugeln aus Edelstahl mit 62 Zentimetern Abstand bestehende Brunnen wurde vor rund 44 Jahren, genauer gesagt am 30. September 1978, von dem damaligen Wuppertaler Oberbürgermeister Gottfried Gurland eingeweiht. Das von dem Düsseldorfer Bildhauer Friedrich Werthmann geschaffene Kunstwerk war als Sieger aus einem Wettbewerb von insgesamt elf Künstlern hervorgegangen und von der Kunstkommission der Stadt ausgewählt worden.

Brunnen ist Ausgangspunkt für den „Wuppertaler Astropfad“

Werthmann wurde am 16. Oktober 1927 in Barmen geboren. Er besuchte 1942 bis 1944 das Gymnasium in Barmen und in Weimar. Nach dem Krieg arbeitete Werthmann unter anderem als Maurer in Wuppertal und legte 1950 die Gesellenprüfung ab. Später lebte und arbeitete er in Düsseldorf-Kaiserswerth, wo er am 9. Juni 2018 verstarb. Die ungewöhnliche Form des Brunnens inspirierte kreative „Heimatdichter“ zu fantasievollen, eher spöttischen Namen wie „Picasso-Brause“, „Elefantenei“, „Venus-Brunnen“ oder ganz profan „Big Mac“.

Der Brunnen auf dem Werth ist übrigens der Ausgangspunkt für den „Wuppertaler Astropfad“, der die größten Wandelsterne der Sonne in ihren richtigen Abständen zueinander auf das Wuppertaler Straßenpflaster projiziert. Der von Hans Joachim Hybel und 16 Schülern des Gymnasiums Sedanstraße im Jahre 1987 entwickelte Pfad zieht sich insgesamt über 10,7 Kilometer mit 14 Bronzeplatten vom Werth in Barmen bis zum Schwebebahnhof Vohwinkel.

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