Demonstration vor dem Solinger Rathaus eskalierte

Solingen. Die Kundgebung von Pro NRW eskalierte am Dienstag, als eine Gruppe von zirka 40 Salafisten Steine warf. 12 Personen, darunter drei Polizisten, wurden verletzt. 12 verletzte Personen, darunter drei Polizisten, sind die vorläufige Bilanz der Kundgebung von Pro NRW vor dem Rathaus.

Eine Gruppe von rund 20 Anhängern der rechtsgerichteten Partei Pro NRW begann gegen 11.02 Uhr ihre Kundgebung an der Kurfürstenstraße und hielt umstrittene Karikaturen des dänischen Zeichners Kurt Westergaard hoch. Das Oberverwaltungsgericht Münster hatte zuvor das Verbot, die Karikaturen vor Moscheen zu zeigen, gekippt. Eine Gruppe von rund 40 Menschen, augenscheinlich Salafisten, kam kurz darauf aus dem Hinterhof der Moschee an der Konrad-Adenauer-Straße und protestierte auf dem Vorplatz des Rathauses. Sie trugen Flaggen bei sich und riefen "Scharia für Deutschland". Laut Polizeipressesprecherin Anja Meis hatte die islamistische Gruppe gegen 10.30 Uhr noch kurzfristig ihre Demonstration angemeldet.

Als Angehörige von Pro NRW mit entsprechender Beschallung eine Rede bei der Kundgebung hielten, eskalierte gegen 11.20 Uhr die Situation. Salafisten warfen Steine und versuchten, über die Absperrungen zu gelangen. Die Polizei griff mit Pfefferspray und Schlagstöcken ein. Dabei wurden drei Polizisten mit Steinen und Stangen verletzt. Zudem soll ein Radfahrer, der gerade am Rathaus vorbeifuhr, verletzt worden sein. Mehrere Salafisten wurden festgenommen. Ein Plastikbeutel mit Steinen wurde sichergestellt. Insgesamt gab es 30 Festnahmen. 

Die Polizei verstärkte ihr Aufgebot, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Zirka 40 Polizeieinsatzfahrzeuge waren vor dem Rathaus postiert und ein Hubschrauber kreiste etwa eine Stunde lang über dem Rathaus. Zeitweise musste die Konrad-Adenauer-Straße gesperrt werden.

Zudem demonstrierten rund 60 bis 80 Angehörige des Bündnisses "Bunt statt braun" vor dem Rathaus. Rund 15 Mitglieder von Pro NRW waren zu dem Zeitpunkt noch vor Ort. red

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