Verkehr

Cronenberger wollen das Zentrum beruhigen

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Die Cronenberger wollen, dass sich etwas an der Verkehrssituation tut. (Archivfoto)

WUPPERTAL Ende Januar soll ein Treffen mit der Stadt Wuppertal anstehen. Noch fehlt das Geld für Planungen und Maßnahmen.

Von Markus Wessels

Ortskern- und Verkehrsplanung sind auch 2019 die bestimmenden Themen bei den Cronenberger Heimatvereinen und der Bürgerinitiative „Cronenberg will mehr“. Nachdem Stadtrat und Bezirksvertretung (BV) einem Bürgerantrag der Initiativen im letzten Jahr zustimmten, soll Ende des Monats ein Gespräch mit Politik und Verwaltung stattfinden, um über die finanzielle Umsetzbarkeit der Planungen zu diskutieren. Die Initiatoren trafen sich bereits letzte Woche, um mögliche Strategien zu besprechen.

Fast 16 Jahre ist es nun her, dass das Planungsbüro Kaulen/Aachen ein Konzept zur Ortskernplanung und verkehrlichen Situation in Wuppertal-Cronenberg erstellt hat. „Insgesamt wurden im Laufe der Zeit drei Konzepte erstellt“, erklärt Axel Dreyer, der sowohl bei „Cronenberg will mehr“ (CWM), als auch im Cronenberger Heimat und Bürgerverein (CHBV) engagiert ist und die im letzten Jahr entstandene Gruppe „Ortskernplanung, Mobilität/Verkehr“ moderiert. „Das von 2003 war online auffindbar“, erklärt Dreyer, wie es zum Rückbezug auf das Konzept kam.

NETZWERK

GESCHICHTE Als „Mitmachnetzwerk“ bezeichnet sich die Initiative „Cronenberg will mehr“. Im November des vergangenen Jahres entstand dadurch unter anderem die erste Cronenberger Solarmesse im Knipex-Forum.

Dass die damals diagnostizierten Probleme immer noch relevant sind, steht für die Initiatoren des Bürgerantrags außer Frage. „Im Stadtrat wurde der Antrag quasi durchgewunken, die Probleme wurden als bekannt tituliert“, berichtet Dreyer. „Nur müssen die Planungen natürlich auf neuen Zahlen basieren.“ Und für deren Ermittlung sind im aktuellen Haushalt keine Mittel vorgesehen. „Es wird dafür mit überschlägigen Kosten in Höhe von rund 250 000 Euro gerechnet“, heißt es in der Begründung des Ratsbeschlusses. Und weiter: „Eine zeitnahe Umgestaltung der Ortsmitte ist unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.“

Die Punkte, um die es im Bürgerantrag konkret geht: Sicherstellung von Fahrbahn-Querungshilfen für Fußgänger im Bereich der Hauptstraße, Verbesserung der ÖPNV-Anbindung im Ortskern, Ausbau des Radwegenetzes und seiner Anbindung an die Sambatrasse, Verbesserung der Parkraumsituation und der Ausbau des Fußwegenetzes. Dennoch ist das Dezernat um Frank Meyer durch den Beschluss beauftragt worden zu prüfen, „ob Fördermittel im Rahmen der Heimatförderung eingeworben werden können.“ Diesen Prozess wollen die engagierten Cronenberger unterstützen, auch wenn derzeit die Mittel fehlen. „Im Konzept von 2003 wurden rund 900 000 Euro für Umbaumaßnahmen eingeplant“, erklärt Dreyer. „Es hängt am Geld.“ Die Verwaltung war bisher für eine Stellungnahme zum aktuellen Planungsstand nicht zu erreichen.

Cronenberger wollen an einem Strang ziehen

Auf ihrem Treffen am 4. Januar verständigten sich die vier Bürgervereine, Vertreter des Einzelhandels und die Bezirksbürgermeisterin Ursula Abé (SPD) auf ein gemeinsames Vorgehen. „Wir wollen mit der Stadtverwaltung zusammen arbeiten, um unsere Ziele zu erreichen“, erklärt Dreyer die Strategie des Bündnisses. „Die Verwaltung will ja auch nur das Beste für die Stadt.“ Abé hofft derweil, dass die „Hoffnungen nicht enttäuscht werden“ und glaubt, dass „wir einen langen Atem haben müssen.“ Dass es beim Termin mit der Stadt, der voraussichtlich in der dritten oder vierten Januarwoche stattfinden soll, bereits konkrete Ergebnisse gibt, glaubt sie nicht: „Wir müssen aber dran bleiben, dass die Mittel im nächsten Doppelhaushalt drin sind.“

Neben dem Planungskonzept werden in der Arbeitsgruppe von CWM wohl auch im kommenden Jahr weitere Themen diskutiert. „Von den 14 Arbeitsgruppen, die bei den Treffen im letzten Jahr gegründet wurden, sind sieben bis acht aktiv“, berichtet Dreyer. Neben Mobilität und Verkehr in Cronenberg werden dabei auch die Energiewende vor Ort, das Miteinander im Stadtteil und das Thema „Tauschen, Teilen, Reparieren“ bearbeitet. Weitere Arbeitsgruppen, die laut „Mitmachnetzwerk“ eingerichtet werden sollten, sind „Einzelhandel/Fachgeschäfte, Aktionen Kunst und Kultur, Urban Gardening und Brachflächenentwicklung sowie Bildung und Sport“. Für diese haben sich aber bisher noch keine Aktiven gemeldet. Wer in den Arbeitsgruppen mitarbeiten möchte, kann sich beim Netzwerk melden.

mail@cronenberg-nachhaltig.de

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