Wuppertaler Wahrzeichen

Cronenberg hat jetzt eine Schwebebahn

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Die Schwebebahn auf Knipex-Gelände hat ein eigenes Gerüst erhalten.

WUPPERTAL Zangenhersteller Knipex stellt ausrangierte Waggons auf dem Firmengelände aus. Eine Öffnung für Besucher ist noch fraglich.

Cronenberg hat jetzt auch eine Schwebebahn. Sie hängt an einem Stahlgerüst auf dem Platz zwischen der Kantine und der Schmiede der Zangenfirma Knipex an der Oberkamper Straße. „Und das Besondere ist, dass die Bahn wirklich schwebt“, sagt Unternehmenssprecherin Barbara Meimeth.

Das unterscheidet die Knipex-Bahn bislang von den anderen im Stadtgebiet platzierten. Knipex hat sich damit an seinen im Rahmen einer Gewinnspielbewerbung gemachten Vorschlag gehalten. „Und die muss ja auch schweben, sonst ist eine Schwebebahn keine Schwebebahn“, sagt Sprecherin Meimeth.

Bei diesem Gewinnspiel im Jahr 2015 hatten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) drei ausrangierte Bahnen verlost. Die Verlosung war aufgrund des noch bis Sommer 2019 laufenden Austauschs der alten Schwebebahnen ins Leben gerufen worden. 24 Bahnen aus der Baureihe „GTW 72“ (Gelenktrieb-Wagen) hatten die WSW dabei insgesamt ausgemustert, 21 wurden letztlich verkauft, drei verlost.

Bei der Abstimmung war Knipex aber leer ausgegangen. Die drei Schwebebahnen waren an den CVJM, die Utopiastadt und den Vohwinkeler Verein Kinder-Tisch vergeben worden. Knipex hatte Platz fünf in der Abstimmungsrunde erreicht, dann aber beschlossen, einfach eine Bahn von den WSW zu kaufen. „Zu den Kosten möchten wir uns nicht äußern“, sagt Sprecherin Meimeth.

„Es war uns aber ein Bedürfnis, ein Wuppertaler Wahrzeichen für unseren Standort zu bekommen“, sagt Meimeth. „Die historische Bedeutung der Bahn ist sehr wichtig für uns.“

Es gibt allerdings noch einen weiteren Grund, warum sich Knipex für den Kauf der Bahn entschieden hatte. Und der unterstreicht tatsächlich noch einmal die Bekanntheit der Tal-Bahnen. „Wir haben sehr viele internationale Geschäftspartner, die aber aufgrund ihres Termindrucks nicht immer Zeit haben, die Schwebebahn im Tal auch zu sehen“, sagt Meimeth. „Und diese Chance haben sie jetzt bei uns.“ 

Die Knipex-Schwebebahn ist noch nicht begehbar

Und zwar seit Anfang September. Denn seitdem hängt eine Bahn, die seit 1972 durchs Tal gefahren ist, auf dem Knipex-Gelände. Die Stahlbauer von Steinmetz und Werner haben dafür eigens ein Stahlgerüst angefertigt.

Allein die Aufhängung zu gestalten, sei laut Meimeth komplex gewesen. „Wir haben dafür zwei große Autokräne gebraucht, um das Fahrgestell und die Waggons schwebend zu montieren“, sagt sie. Darin, dass dieser Vorgang absolut synchron ablaufen musste, habe die besondere Herausforderung bestanden. Trotzdem habe am Ende alles reibungslos funktioniert, sagte Meimeth.

Im Moment könne man die Bahn nur noch nicht betreten. „Unser Stahlbau-Partner baut aber gerade Treppengestelle, damit man auch reingehen kann“, sagt Meimeth. Auch der Platz um das Gestell herum soll noch gestaltet werden. „Es wird aber keine Event-Location“, sagt Meimeth.

In der Bewerbung für das Gewinnspiel der WSW hieß es jedoch noch, dass die Schwebebahn nicht nur „Anschauungsobjekt“, sondern auch eine „Erlebniswelt“ werden solle. „Wir überlegen aber noch, für wen wir die Schwebebahn in welchem Rahmen zugänglich machen“, sagt Meimeth. Ob nur für Mitarbeiter oder für Gäste und Besucher sei noch offen. Unternehmensangaben zufolge hat der Zangenhersteller deutlich mehr als 1000 Besucher pro Jahr.

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