Corona: Inzidenz bei jungen Solingern klettert auf 1008

Gesamtinzidenz mit neuem Höchstwert von 612,5

Von Anja Kriskofski

Solingen In Solingen ist die Zahl der Corona-Infektionen aufgrund der Omikron-Variante stark gestiegen. Die Inzidenz kletterte gestern mit 612,5 auf einen neuen Höchstwert. 86 Prozent der Infektionen seien bereits Omikron-Fälle, teilte Gesundheitsamtsleiterin Annette Heibges auf Anfrage mit.

In die Zahlen fließen nun auch wieder die Ergebnisse der flächendeckenden Testungen von Kindern und Jugendlichen ein. Am ersten Schultag hätten die Schulen 233 Infektionen sowie 367 Quarantänen unter Schülerinnen und Schülern gemeldet, heißt es aus dem Rathaus. Bei den 0- bis 19-Jährigen in Solingen lag die Inzidenz laut Landeszentrum Gesundheit NRW gestern bei 1008,6.

Die Testergebnisse spiegelten die Kontakte während der Ferien wider, so Heibges. Bei den Lehrkräften gebe es 15 Quarantäne- und 14 Infektionsfälle. Einige Schulen hatten Eltern gebeten, ihre Kinder vor Schulbeginn zu testen. So auch die Grundschule Meigen. „Das haben viele Familien auch gemacht“, berichtet Rektorin Petra Ehrenfeld, die Sprecherin im Sprecherrat der Schulleiter ist. 15 Kinder sowie eine Lehrerin seien nach den Ferien gar nicht erschienen, weil sie infiziert oder in Quarantäne sind.

„Es kam aber leider bislang keine Meldung vom Labor, welches Kind betroffen ist.“

Petra Ehrenfeld, Rektorin der Grundschule Meigen und Sprecherin im Sprecherrat der Solinger Schulleiter über einen positiven Klassen-Pooltest

Bei den flächendeckenden Lolli-PCR-Tests am Montag sei dann ein Klassenpool positiv getestet worden. „Es kam aber leider bislang keine Meldung vom Labor, welches Kind betroffen ist“, so Ehrenfeld. Das sollte ab Januar eigentlich der Fall sein, wie Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) angekündigt hatte.

Damit bei einem positiven Pooltest sofort ermittelt werden kann, welches Kind mit Corona infiziert ist, geben seit dieser Woche alle Grund- und Förderschüler auch noch eine Lolli-Einzelprobe ab. Diese sollen dann ausgewertet werden, wenn laut Pooltest eine Infektion vorliegt. In Meigen hat die schnellere Meldung gestern nicht geklappt: „Wir sind schon ernüchtert.“ An der Theodor-Heuss-Schule sei der erste Tag ruhig verlaufen, berichtet Leiter Joachim Blümer, der mit Petra Ehrenfeld den Sprecherrat nach außen vertritt. „Wir hatten nur eine Handvoll positiver Tests. Wir haben aber kommuniziert, wie wichtig das Testen ist. Einige Eltern hatten ihre Kinder schon vor Schulbeginn als positiv gemeldet.“

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