Tuner unterwegs

"Car-Freitag" führt immer wieder zu Polizeieinsätzen

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NRW Am Karfreitag feiern Tuner den Start in die Saison. Laute Auspuffanlagen und illegale Rennen haben dabei auch immer wieder zu Polizeieinsätzen geführt.

Illegale und viel zu laute Auspuffanlagen, verbotene Rennen mitten in der Stadt, teils hundert Stundenkilometer schneller als erlaubt - ein Teil der Tuningszene sorgt immer wieder für Negativschlagzeilen. Karfreitag feiern Tuner wieder den sogenannten "Car-Freitag" - den Start in die Saison.

Die Gewerkschaft der Polizei sieht viele Defizite in Sachen Raser: zu wenig Personal für Kontrollen, zu geringe Bußgelder und eine Art vererbte Raser-DNA im Hochgeschwindigkeitsdeutschland.

Die Bußgelder für Raser sind aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Nordrhein-Westfalen in Deutschland noch viel zu gering. „Was Bußgelder betrifft, sind wir der Discounter Europas“, sagte der GdP-Landesvorsitzende Michael Mertens der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf. „Auf Autobahnen in Nachbarländern wie Holland, Frankreich, Österreich oder der Schweiz sind auch deutsche Autofahrer viel disziplinierter, weil sie wissen: Jetzt kann es teuer werden.“

Das Ruhrgebiet ist eine Hochburg der Szene in NRW. Am vorletzten Car-Freitag wurden etwa in Duisburg 1299 Autos kontrolliert - davon waren 166 zu schnell. Ein Fahrer war mit fast 60 Stundenkilometern zu viel auf dem Tacho unterwegs. Die Polizei in Oberhausen blickt entspannt auf den Car-Freitag. „Wir sind vorbereitet und haben Kooperationsgespräche mit der Stadt und den Betreibern der Örtlichkeiten, wo sich die Tuner treffen, geführt“, sagte ein Polizeisprecher. Es sei eine höhere Präsenz von Beamten und Ordnungsamt eingeplant. Allerdings sagte er auch: „Wir wollen diese Szene nicht verteufeln! Es geht um diejenigen, die sich daneben benehmen.“

„Wir haben nichts gegen Tuner, die sich vorschriftsmäßig verhalten und die ihr Auto einfach lieben“, sagte ein Sprecher der Dortmunder Polizei. Allerdings sei es in den vergangen Jahren häufig zu Lärmbelästigungen gekommen, Autos wurden aus dem Verkehr gezogen, weil Teile illegal eingebaut wurden. Im schlimmsten Fall sind gefährliche Raser auf den Straßen unterwegs. „Dem schieben wir konsequent einen Riegel vor“, sagte der Dortmunder Polizeisprecher. pasch/mars/dpa

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