Schloss Burg

Burg erhält zwei neue Parkplätze

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Die Parkplatzsituation in Unterburg soll gerade mit Blick auf Veranstaltungen im Schloss entschärft werden. 

UNTERBURG An Hasencleverstraße und Talsperrenstraße sollen 2019 insgesamt 95 Stellplätze mehr geschaffen werden.

Von Kristin Dowe

Wenn die Medival Fantasy Convention zum Harry-Potter-Special auf Schloss Burg lädt, oder dort klassische Konzerte über die Bühne gehen, ist es für die Besucher gemeinhin schwierig, rund um Solingens Wahrzeichen einen Parkplatz zu ergattern. Der gebührenpflichtige Parkplatz von Schloss Burg an der Wermelskirchener Straße reicht bei solchen Gelegenheiten oft bei Weitem nicht aus, um dem Besucherandrang Herr zu werden – sowohl oberhalb der Burg als auch unten im Tal wird es dann eng.

Zwei neue Parkplätze, jeweils an der Talsperrenstraße und an der Hasencleverstraße, sollen deshalb Abhilfe schaffen, wie der Stadtrat in der vergangenen Woche in einem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen beschloss. Entsprechende Pläne der Bezirksvertretung gibt es bereits seit dem Jahr 2004.

Insgesamt 140 000 Euro sollen für die Bauarbeiten bereitgestellt werden – 100 000 Euro für die Hasencleverstraße und 40 000 Euro für die Talsperrenstraße. Das Budget war ursprünglich für das Haushaltsjahr 2020 eingeplant und wird nun wegen des dringenden Bedarfs vorgezogen. An der Talsperrenstraße soll auf einer angrenzenden Wiese der Parkraum am Tennisplatz erweitert werden. Nach Angaben der Stadt entstehen so Stellplätze für rund 60 Fahrzeuge. Etwas kleiner fällt der neue Parkplatz an der Hasencleverstraße aus, wo Platz für circa 35 Fahrzeuge geschaffen werden soll. Ein Teil der Fläche wird dort bereits provisorisch zum Parken genutzt.

Umgesetzt werden soll die Maßnahme 2019 – dabei wird der Unterboden der städtischen Grünflächen stabilisiert und befestigt, anschließend werden die Stellplätze markiert.

Fehlende Parkplätze sind schon bei normalem Betrieb spürbar

Sehr zur Freude von Axel Birkenbeul (SPD), Bezirksbürgermeister von Burg/Höhscheid: „Die Parksituation in Burg war schon immer schwierig. Auf der Grünfläche an der Hasencleverstraße haben die Leute auch schon vorher einfach geparkt, weil es nicht anders machbar war. Umso besser ist, dass dort jetzt ein offizieller Parkplatz entstehen soll.“ Denn auch private Parkhäuser gibt es dort nicht, wofür es laut Birkenbeul eine einfache Erklärung gibt: „Das würde sich nicht lohnen, und eine solche Ausweitung des Parkraums lässt die Topographie von Burg auch gar nicht zu.“ Allenfalls an der Wermelskirchener Straße am Ortsausgang von Oberburg in Richtung Wermelskirchen könnte beizeiten weiterer Parkraum entstehen, meint der Bezirksbürgermeister: „Leider findet sich kein Investor, der dort Wohnungen bauen will.“ Die jetzt beschlossene Baumaßnahme der Stadt sei aus seiner Sicht zwar sinnvoll, in der Wirkung aber wohl doch eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

PARKRAUMKONZEPT

UNTERSUCHUNG Um die Parkplatzsituation in Burg zu verbessern, erstellt zurzeit ein Ingenieurbüro im Auftrag der Stadt ein Parkraumkonzept: Bauliche Möglichkeiten für weiteren Parkraum sollen analysiert werden. Das Ergebnis soll den politischen Gremien in der nächsten Sitzungsperiode vorgestellt werden.

Ähnlich sieht es Bürgermeister Carsten Voigt (CDU), der die Parkplatznot in seinem Heimatort Burg täglich selbst erlebt: „Es freut mich natürlich, dass das Schloss sich zu einem so starken touristischen Anziehungspunkt entwickelt hat. Allerdings ist der Mangel an Parkplätzen schon während des normalen Betriebs deutlich spürbar. Wenn dann noch eine attraktive Veranstaltung hinzukommt, wird es wirklich heikel.“ Entlastung verspricht er sich auch davon, dass die Sanierungsarbeiten an der Umfassungsmauer von Schloss Burg am Parkplatz voraussichtlich bis Jahresende abgeschlossen sein werden. „Das gibt dann schon etwas Luft.“

Auch auf Schloss Burg begrüßt man die Pläne, wie Klaus Hinger betont, der gemeinsam mit Klaus-Dieter Schulz dort die Geschäfte kommissarisch führt: „Wir sind dringend auf die Parkplätze angewiesen. Zu besonderen Anlässen richten wir schon einen Pendelbus ein, damit Besucher beispielsweise in Wermelskirchen parken können. Anders würde es nicht funktionieren.“

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