Vohwinkel

Buga: Politiker sehen noch Klärungsbedarf

WUPPERTAL Bei Verkehr und Finanzen noch Fragen offen.

Es ist ein großer Wurf, der für Vohwinkel viel Entwicklungspotenzial bedeuten könnte. Rund 1,8 Millionen Besucher soll die Bundesgartenschau (Buga) anlocken. Ein Großteil davon würde auch im Stadtteil Station machen. Auf den Tescher Wiesen zwischen Bahnstraße, Homanndamm, der Bahntrasse und der Straße Grünewald soll ein riesiges Areal mit einer rund 30 Hektar großen Parkfläche entstehen. Und an deren Rändern eine hochwertige Wohnbebauung. Noch ist die Buga zwar reine Zukunftsmusik. Frühestens 2031 könnte die Großveranstaltung stattfinden. Gleichwohl gibt es dafür schon einige konkrete Ideen.

Attraktionen wie die Blumenhalle könnten Vohwinkel aufwerten

In der Sitzung der Vohwinkeler Bezirksvertretung wurde die entsprechende Machbarkeitsstudie von der Verwaltung vorgestellt. Michael Gehrke vom Geschäftsbereich Stadtentwicklung betonte dabei die Chancen der Buga für Vohwinkel. Attraktionen wie die geplante Blumenhalle auf dem „Kernareal“ der Tescher Wiesen könnten den Stadtteil seiner Meinung nach entscheidend aufwerten. Dem mochte die Politik nicht widersprechen. Gleichwohl gibt es für die Bezirksvertreter noch einigen Klärungsbedarf. Dazu gehört etwa die verkehrliche Anbindung.

Fördermittel und Sponsorengelder stehen in Aussicht

Immerhin geht die Machbarkeitsstudie davon aus, dass 60 Prozent der Gäste mit dem eigenen Auto anreisen werden. „Es muss sichergestellt sein, dass es hier nicht zu einem Verkehrschaos kommt“, betont CDU-Fraktionssprecher Moritz Iseke. Schon jetzt sei der Stadtteil stark belastet. Daher müsse nach seiner Ansicht etwa das für die Anbindung vorgesehene Wiedener Kreuz ausgebaut werden.

Ein weiterer Punkt, der den Politikern Bauchschmerzen bereitet, ist der Wegfall von landwirtschaftlich hochwertigen Flächen. Für dieses Problem müsse noch eine Lösung gefunden werden. Und auch die Kosten standen in der Bezirksvertretung auf dem Prüfstand. Für die Refinanzierung des Investitions- und des Durchführungshaushaltes muss die Stadt Wuppertal in den Jahren 2018 bis 2032 Haushaltsmittel in Höhe von knapp 71 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Laut Verwaltung sei dies durch die lange Staffelung besser steuerbar. Zudem stünden erhebliche Fördermittel und Sponsorengelder in Aussicht. ebi

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