Durch 17 Naturräume

Buga plus: Rundweg mit dem Rad durch Wuppertal

Die Skizze zur Buga plus zeigt, wie im Zuge der Bundesgartenschau in Wuppertal Radwege und Naturräume verbunden werden könnten. Skizze: Manfred Meyers
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Die Skizze zur Buga plus zeigt, wie im Zuge der Bundesgartenschau in Wuppertal Radwege und Naturräume verbunden werden könnten.

Greenpeace und „Miteinander-Füreinander Heckinghausen“ wollen die ganze Stadt einbinden.

Von Katharina Rüth

Wuppertal. Die mögliche Buga 2031 in Wuppertal größer, als Ereignis für die ganze Stadt und nachhaltiger zu denken, dazu fordern die Initiative Miteinander-Füreinander Heckinghausen und Greenpeace auf. Sie stellen ihr Konzept „Buga plus“ vor, das auf einem Radwegering durch Wuppertal beruht, der Buga-Besucher zu 17 Naturräumen führt und auf diese Weise die ganze Stadt einbindet.

Der Radwegering ist eine Idee, die Manfred Meyers von der Initiative Miteinander-Füreinander Heckinghausen schon vor einiger Zeit entwickelt hat. „Vieles davon ist schon vorhanden oder Bestandteil des Radverkehrskonzepts“, versichert er. „An vielen Stellen muss nur wenig gemacht werden.“

Die Buga könne Anstoß geben, den Ausbau voranzutreiben, Fördermittel zu nutzen und Planungsressourcen zu schaffen. Im Gespräch mit Greenpeace-Mitgliedern, die bereits das aktuelle Buga-Konzept wegen geringer Nachhaltigkeit kritisiert haben, entstand das Konzept der Buga plus. „Die Buga plus wäre nicht nur eine kurzzeitige Sehenswürdigkeit, sondern wir hätten 30 Jahre Benefit“, sagt Alexander Schillack von Greenpeace. Ralf Weyer von Greenpeace ergänzt: „Wir sehen zudem die Chance, in den Stadtteilen Dinge zu verändern.“

Denn zusätzlich zum Radwegering sollen Verbindungswege in die Stadtteile führen. Diese können sich als klimafreundlich und nachhaltig präsentieren, gedacht ist an Fassadenbegrünung, Urban Gardening und Solardächer.

Bürgerschaftliches Engagement ist gefragt

Gefragt sei hier bürgerschaftliches Engagement, so dass alle Bürger eingebunden werden, so Manfred Meyers. Nach dem Vorbild der Nordbahntrasse sollen sich die Menschen mit dem Projekt Buga identifizieren. Unternehmen könnten sich engagieren, die etwa von den verbesserten Radwegeverbindungen für ihre Mitarbeiter profitieren.

Manfred Meyers, Günter Wahle und Alexander Schillack (v. l.) auf dem Weg vom Scharpenacken zur Parkstraße.

An vier Einstiegspunkten sollen Buga-Besucher ankommen, Parkplätze finden und E-Bikes leihen können. Info-Tafeln und eine App sollen Touren und Informationen anbieten. Weniger aktive Besucher könnten einen Bus nutzen, der zu allen Naturräumen fährt und jederzeit bestiegen oder verlassen werden kann. Die Naturräume könnten je ein eigenes Thema haben, auf unterschiedliche Zielgruppen wie Familien oder junge Menschen ausgerichtet sein.

Dabei sei die vorgeschlagene Hängebrücke zwischen Kaiserhöhe und Königshöhe nicht mehr nötig, erklären die Buga-plus-Initiatoren. Denn sie sei für Radfahrer nicht geeignet, es gebe zudem andere Verbindungen über die Radwege.

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind findet das Konzept einen „hervorragenden Vorschlag“. Das sei „genau die Dynamik“, die die Buga auslösen soll, er spricht von „Katalysator-Effekt“. Die Idee verbinde die Buga mit dem übrigen Stadtgebiet und erzeuge Rückenwind für den Radwege-Ausbau. Was davon die Buga-Gesellschaft und was die Stadt organisiere, müsse man sehen. Das Enddatum Buga erfordere eine neue Priorisierung für solche Projekte und schaffe neue Möglichkeiten zur Förderung. „Genau diesen Effekt wollen wir, und es kommen hoffentlich noch mehr Ideen“, so der Oberbürgermeister.

„Richtig gut“ findet auch Holger Bramsiepe, Vorsitzender des Fördervereins der Buga, den Vorschlag. Er zeige vor allem, dass die Buga gewollt ist. Es sei richtig, Ideen für die Buga und zugehörige Projekte zu sammeln. Es gebe im eigentlichen Buga-Budget und im Budget des Fördervereins Mittel für Begleitprojekte. Alle Vorschläge sollten gemeinsam geprüft werden, es sei nicht der Zeitpunkt, über einzelne Aspekte jetzt zu entscheiden.

Jochen Sandner, Geschäftsführer der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft, erklärt: „Jede Bundesgartenschau ist auch eine Art Werkstatt für ergänzende Themen und Projekte in der jeweiligen Stadt und Region.“ Kreativität und Engagement aus der Zivilgesellschaft könnten die Buga-Planungen bereichern. Daher „sollten die Vorschläge von ,Buga plus‘ zur gegebenen Zeit mit den Gartenschau-Verantwortlichen diskutiert und die Einbindung der einzelnen Bausteine in das Ausstellungskonzept für das Durchführungsjahr 2031 geprüft werden“.

https://t1p.de/qeo7

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