"Brings" rocken durchs Jahr

Wipperfürth. Sie haben in zwei Jahrzehnten schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs erlebt, die man im Musikgeschäft erleben kann. Nichts destotrotz ist die Band "Brings" um die Brüder Peter und Stephan Brings nach wie vor erfolgreich auf Deutschlands Bühnen unterwegs - so auch im Mai in Wipperfürth -, und nicht nur an Karneval.

Ende der 1990er hatte die Band ihre besten Jahre schon vermeintlich hinter sich. Dann gelang ihnen in 2000 mit "Superjeilezick" das, was man als Glücksfall bezeichnen könnte. Dieser Song gehört zu den populärsten Songs Kölscher Mundart. Für die Band begann eine neue Zeitrechnung samt Imagewandel.

Seit 2000 ging es für die Band Schlag auf Schlag in den Karneval

Dann ging es Schlag auf Schlag. Kaum eine Karnevalssession in den vergangenen Jahren ist ohne einen neuen Hit ins Land gezogen. "Poppe, Kaate, Danze", "Su lang mer noch am Lääve sin", "Halleluja", oder "Mama, wir danken dir" sind Beweise, wie "Brings" die Befindlichkeiten ihrer Mitmenschen kennen. Auch der Titelsong des 2011 erschienenen Albums "Dat is geil" schickt sich an, ein Hit zu werden.

Sie verstehen es, Folklore in ihre Songs einzubauen. "In einem Karnevalset versuchen wir, in einer halben Stunde die Essenz von einem Konzert wiederzugeben. Wir wollen den Leuten Lust darauf machen, vorbeizukommen und sich ein richtiges Konzert anzugucken", sagt Peter Brings, der sich mit seinen Mannen in jede Performance mit Leib und Seele reinhängt.

"Brings" haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Auch wenn Karneval für sie nicht alles ist, sind sie stolz, dass sie ihn mit ihrer RocknRoll-Attitüde ein wenig revolutioniert haben. "Wir sind nicht in den Karneval gegangen, wir sind gerufen worden", so Peter Brings. "Der konservative Karneval war genau das Richtige für uns. Unsere Lieder funktionieren dort so gut, weil alle die Sprache kennen, aber sie sonst keiner so präsentiert."

Ihr Mundart-Rock hatte schnell einen hervorragenden Ruf. Schon 1991, im ersten Jahr nach der Bandgründung, gaben sie gleich reihenweise Konzerte. Auftritte bei "Rock am Ring" oder im "Rockpalast" waren der beste Beweis für ihr Renommee als überzeugender Live-Act. Viele Songs von "Brings" zeichnen sich durch Lokalkolorit aus, und spiegeln so die Liebe zur Stadt und dessen Menschenschlag wider.

Nachdem im November die lange erwartete Weihnachts-CD "Leise rieselt der Schnee" der Band erschienen ist, wird im Januar die Maxi-Single "Die Nacht ist nicht zum Schlafen da". red

  1. "Brings" treten am Samstag, 25. Mai, in der alten Drahtzieherei in Wipperfürth, Wupperstraße 8, auf. Einlass: 19 Uhr Beginn: 20 Uhr. VVK: 23 Euro, AK: 27 Euro.

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