Brandstifter: Wie die Polizei ihn fasste

Kameras führen auf die Spur eines Wuppertalers (22).

Wuppertal. Die Polizei hat in Wuppertal einen 22-Jährigen festgenommen, der gerade einen Brand im Keller eines Hauses gelegt hatte. Jetzt wird ermittelt, ob er für weitere Brände am Ostersbusch verantwortlich ist. Acht Mal hatte es dort zuletzt gebrannt.

Nachts ein Feuer in einem Wohnhaus zu legen, sei „furchtbar gefährlich“, betont Wolf-Tilman Baumert, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Bewohner hätten wenig Chancen, den Brand zu bemerken. Die Polizei prüft daher auch, ob der Täter den Tod von Menschen in Kauf nahm. Die Polizei hatte erhebliche Anstrengungen unternommen, den Täter zu finden: „Dafür sind viele Arbeitsstunden aufgewendet worden“, so Baumert. Die Polizei fuhr verstärkt Streife, Beamte in Zivil waren unterwegs.

Die Ermittler werteten zudem Videoaufnahmen privater Kameras aus. Dabei fiel ein Mann auf, der mehrfach in der Nähe eines Brandes aufgenommen wurde. Das Bild dieses Mannes ging an alle Streifenwagen. Eine Streife erkannte ihn, als er auf seinem Balkon rauchte. Nach dem letzten Feuer griffen die Beamten zu.

Bei der Festnahme habe er gesagt, er sei krank. Ob er dabei bleibe und ob er ein Pyromane sei, müssten die Ermittlungen zeigen. Als Jugendlicher war er in Köln wegen Brandstiftung verurteilt worden. Die Tat in der Lothringer Straße habe der 22-Jährige zugegeben, die Verantwortung für die übrigen Brände bestritten.

Schwere Brandstiftung wird mit einem bis 15 Jahren Haft bestraft. kati

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