Brandstifter muss drei Jahre in Haft

18-Jähriger verurteilt

Von Sabine Maguire

ERKRATH Erst zündeten sie mehrere Autos in Hochdahl und Hilden an. Dann warfen sie mit Steinen auf Busse der Rheinbahn. Meist blieb es bei Sachbeschädigungen. Schließlich brannten 2019 in Erkrath zwei Schulen und eine Kita – die Stadt beklagt einen Millionenschaden. Nun wurde einer der beiden Brandstifter wegen der Brandstiftungen und Sachbeschädigungen zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Der mittlerweile 18-jährige Erkrather gilt als voll schuldfähig, seine Strafe muss er in einer Jugendstrafanstalt absitzen. Gegen den Mittäter war bereits im Januar vor dem Jugendschöffengericht verhandelt worden. Ein psychiatrischer Gutachter hatte dem 17-Jährigen zuvor verminderte Schuldfähigkeit attestiert. Die gegen ihn verhängte Strafe von drei Jahren wird er zumindest teilweise in der Psychiatrie absitzen. Die Prozesse fanden wegen des jugendlichen Alters der Angeklagten unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Jugendliche wollten mit Feuer ihre Spuren verwischen

Zum Tatgeschehen lässt sich daher nur so viel sagen: Sowohl bei den Brandstiftungen an den Autos, als auch bei den verheerenden Bränden in den Schulen und der Kita „Lummerland“ soll es um den Diebstahl von Wertsachen gegangen sein. Sowohl die Autos als auch die Schulen und die Kitas sollen die beiden angezündet haben, um Spuren zu verwischen. Auf die beiden Angeklagten dürften nun zivilrechtliche Forderungen in Millionenhöhe zukommen. „Sie werden den Schaden wohl nicht ersetzen können“, war dazu vom Sprecher des Mettmanner Amtsgerichts zu hören.

Die Jugendlichen waren bereits vor den Taten als mögliche Auto-Brandstifter bekannt. Die Ermittlungen liefen damals, die Jugendlichen waren unter Auflagen auf freiem Fuß – in dieser Zeit legten sie die Brände in der Kita und der Schule, die Millionenschäden anrichteten.

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