Brandstifter (17) zu Haftstrafe verurteilt

Schulen und Kitas brannten in Erkrath.

Mettmann/Erkrath. Mehrere Millionen Euro Schaden hatten im Sommer vergangenen Jahres mehrere Brände in Erkrath verursacht. Zwei Jugendliche sollen mehrere Schulen und eine Kindertagesstätte angezündet haben. Nun musste sich einer der beiden vor dem Mettmanner Jugendschöffengericht verantworten.

Die beiden 17-jährigen Brandstifter waren für die Ermittler keine Unbekannten. Sie hätten zum Tatzeitpunkt im Sommer 2019 eigentlich wegen vorausgegangener Brandstiftungen an Autos und Steinwürfen auf Busse im Herbst 2018 in Haft sitzen sollen. Das Amtsgericht Wuppertal hatte jedoch den Haftbefehl aufgehoben und die Jugendlichen mit Auflagen nach Hause geschickt. „Nachdem gegen die Auflagen verstoßen worden war, hatte das Amtsgericht Mettmann den ausgesetzten Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt“, erläutert Gerichtssprecherin Tanja Fries. In der Zwischenzeit hatten die beiden Schulen und die Kita allerdings schon gebrannt.

Einer der beiden Angeklagten war bereits im Oktober 2019 wegen der Brandstiftungen an Autos und wegen der Steinwürfe auf Busse zu zwei Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Im April muss er sich noch wegen der Brände in den Schulen und der Kita verantworten. Die Verfahren gegen den zweiten Angeklagten waren zusammengefasst worden – nun stand er vor Gericht. Wie üblich bei jugendlichen Tätern fand das Ganze unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zur Anklageschrift lässt sich nur so viel sagen: Es soll einen gemeinschaftlichen Tatplan gegeben haben, der auch gemeinsam ausgeführt worden sein soll. Die Jugendlichen sollen Fenster in den Schulen und der Kita eingeschlagen und dort nicht einfach nur gezündelt, sondern gezielt brennbare Gegenstände angezündet haben.

Drei Jahre Jugendhaft und Unterbringung in der Psychiatrie

Das Urteil: Wegen der Brandstiftungen in den Schulen, der Kita, den Autos, und auch wegen der Steinwürfe auf Busse wurde der 17-Jährige zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt. Wegen verminderter Schuldfähigkeit wurde die Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet.

Die bereits im Oktober gegen seinen Mittäter wegen der Autobrände und der Steinwürfe verhängte Jugendstrafe von zwei Jahren könnte im April ebenfalls in eine Gesamtstrafe umgewandelt werden. mag

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