Großeinsatz

Dachbrand in Wuppertaler Kita: Schwarzer Rauch zieht über die Stadt 

Aus einer Kita in Wuppertal steigt schwarzer Rauch auf.
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Aus einer Kita in Wuppertal steigt schwarzer Rauch auf.

 In Wuppertal stand das Dach eines Kindergartens in Flammen. Der Großeinsatz der Feuerwehr ist mittlerweile beendet.

Von Günter Hiege

Weitgehend glimpflich abgegangen ist nach ersten Informationen ein Brand, der am Freitagmorgen bei Dacharbeiten auf dem Flachdach einer Kindertagesstätte an der Nützenberger Straße entstanden ist und von dem sich ein großer schwarzer Rauchkegel erhob und Richtung Elberfeld zog.

Die dreigruppige Kindertagesstätte, in der zu diesem Zeitpunkt normaler Betrieb geherrscht hatte, konnte von den Erzieherinnen und Erziehern schnell evakuiert werden. Für die Kinder stellte die Polizei einen Bus der Stadtwerke bereit, in dem sie so lange geschützt untergebracht waren, bis sie von ihren Eltern abgeholt werden konnten. Ein Arbeiter der Wuppertaler Firma, die mit den Dacharbeiten betraut war, wurde laut Einsatzleiter Simon Harmuth von der Feuerwehr Wuppertal leicht verletzt.

Er hatte laut Augenzeuge Christian Coballa noch versucht, selbst zu löschen, als die Flammen schon züngelten. Coballa, Mitarbeiter der Gesa, war nach einem Hausbesuch, für den er die Uhrzeit 10.35 Uhr notiert hatte, wieder zurück auf die Straße getreten und hatte da die Szenerie bemerkt. Sehr schnell sei dann auch die Feuerwehr eingetroffen.

„Wir wurden um 10.36 Uhr alarmiert“, so Einsatzleiter Simon Harmuth. Aufgrund der Gefährdungslage, die bei einer Kindertagesstätte natürlich sehr hoch sei, sei man gleich mit einem Löschzug, einem Sonderfahrzeug für Spezialeinsätze und natürlich dem Rettungsdienst ausgerückt, insgesamt 31 Mann. Auf dem Dach hätten sich bei den Arbeiten offenbar Styroporplatten entzündet. Das erklärt auch die dichte schwarze Rauchwolke, die aber schnell nach oben wegzog. Insofern habe für die Bevölkerung keine größere Gefährdung bestanden. „Nicht mehr als bei jedem Brand“, so Simon Harmuth.

Ausdrücklich lobte er die „vorbildliche Evakuierung“ durch die Kräfte der Kindertagesstätte. Sie hatten offenbar blitzschnell und richtig reagiert. „Glücklicherweise waren wohl zu dem Zeitpunkt alle Kinder im Untergeschoss, viele von ihnen im Turnraum“, erklärte Bernhard Eller, Mitglied des Kirchenvorstands der Gemeinde St. Laurentius, die Träger der Kita ist und der, als er die Nachricht erhielt, ebenfalls zum Ort des Geschehen geeilt war. Noch in Turnschläppchen und Hausschuhen waren die Kinder unverzüglich aus dem Gebäude geführt worden. „Es hat alles gut geklappt, auch die Rettungswege haben gut funktioniert“, sagte Eller und deutete an, welch großer Druck auf dem Kindergartenpersonal gelastet habe. „Das hat sie schon stark mitgenommen.“

An eine reguläre Wiederaufnahme des Betriebes an diesem Tag sei deshalb wohl auch nicht zu denken, auch wenn laut Einsatzleiter Simon Harmuth nach erstem Augenschein im Gebäude selbst nur geringer Schaden entstanden sei. Alle Eltern seien informiert worden und nach und nach wurden die Kinder am bereitgestellten Bus abgeholt. Auch sie müssen das Erlebte erst einmal verarbeiten und hatten Ihren Eltern natürlich viel zu erzählen. Ein Erzieher sei gekommen und habe gesagt, wir müssen jetzt gehen“, berichtete ein Mädchen ihrem Papa, die sie gerade abgeholt hatte, auf dem Heimweg, während sie dessen große Jacke trug. Die eigene Jacke aus der Kita noch mitzunehmen, dazu hatte es keine Zeit mehr gegeben. Umso mehr lobt Bernhard Eller, wie schnell der Bus für Kinder bereitgestellt worden sei.

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