„Bonny Biber“ lebt jetzt in der Wupper

Neuer Störstein eingesetzt

Von Michael Belz und Nick Adams

Wuppertal Seit Mittwoch gibt es einen neuen Bewohner der Wupper. Im Bereich der Stadtsparkasse Wuppertal am Islandufer wurde ein neuer Störstein in den Fluss gesetzt. Er ist in der Form eines Bibers gestaltet und wurde auf den Namen „Bonny Biber“ getauft. Der Störstein ist Teil des Projekts „Perspektivwechsel Wupper“, das bis 2025 abgeschlossen sein soll. Im Zuge dieses Projekts wurden bereits die Störsteine ,,Tuffi’’ in Barmen und „Lucky Lachs’’ in Oberbarmen in die Wupper eingesetzt.

Die Stadtsparkasse Wuppertal finanziert „Bonny Biber“. Gunther Wölfges, Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Wuppertal, betonte die Bedeutung für Flora und Fauna. „Störsteine sind wichtig für die zahlreichen Lebewesen in der Wupper. Sie sorgen für unterschiedliche Fließgeschwindigkeiten, Ruhezonen und seichte Gebiete als Lebensraum für Fische“, so Wölfges. Man engagiere sich als Sparkasse für ein lebendiges und nachhaltiges Wuppertal, betont der Vorstandsvorsitzende.

Auch Armin Lützenberger, Vertreter des Wupperverbandes, betont die ökologischen Vorteile, die ein Störstein für die Biodiversität biete. Für die Gestaltung der Figur waren die Künstler Frank Breidenbruch und Eric Frank zuständig. Beide hätten für circa vier Monate „mit großer Freude“ an dem Projekt gearbeitet. An der Vorderseite des Störsteins finde sich der Schriftzug „Mutabor“, was so viel wie Verwandlung heiße, erklärte der Künstler Breidenbruch.

Das Gewicht von „Bonny Biber“, der aus dem Naturstein Basalt aus der Eifel hergestellt wurde, betrage rund 2500 Kilogramm.Beide Künstler verwiesen auf die Mythologie, die sich in Anlehnung an die ägyptische Sphinx in der Gestaltung äußere.

Breidenbruch äußerte sich nicht vollständig einverstanden mit der Richtung der Einsetzung des Störsteins. So wurde entschieden, den Kopf des Bibers in Richtung Fließrichtung der Wupper einzusetzen, damit dieser vor möglichen Gefahren durch Hochwasser oder Treibholz geschützt werde. Das Gesicht des Bibers sei in eine lachende und in eine trauernde Hälfte unterteilt worden, dies „ist leider nun nicht mehr gut sichtbar“, so Breidenbruch. Dennoch habe er Verständnis für den Grund. Der Störstein „Bonny Biber“ sei gedacht als der letzte seiner Art, so Reinhard Gierse, der als Vertreter der Stadt anwesend war.

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