Bewegender Film erinnert an Pina Bausch

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Der Film „touched“ feiert Weltpremiere in Wuppertal. Foto: Valentina Gelain

„Dancescreen 2019 + Tanzrauschen Festival“ bietet vier Tage Programm in Wuppertal – nicht nur für Tänzer, sondern für die ganze Familie.

Von Monika Werner-Staude

Wuppertal. Kerstin Hamburg freut sich: In zwei Wochen startet „ein in der Form einmaliges Event in Wuppertal“: Vom 21. bis 24. November wartet das „Dancescreen 2019 + Tanzrauschen Festival“ mit umfangreichem Film- und Begleitprogramm an acht Locations auf. Hinter dem internationalen Tanzfilmfestival stecken das International Music + Media Centre (IMZ) Wien und der Wuppertaler Verein Tanzrauschen. Dessen Vorsitzende Kerstin Hamburg sagt: „Ich rufe alle Wuppertaler auf teilzunehmen, sich vier Tage Zeit zu nehmen, um die Angebote zu erforschen.“

Über 200 Filme aus mehr als 30 Ländern wurden gesichtet; 67 davon schließlich ins Programm aufgenommen. In vier Kategorien (Bühnenperformance, Dokumentation, Kurzfilm und Animationsfilm) werden sie gezeigt. Festival-Zentrale ist das Rex-Filmtheater. Eine international aus Tanz- und Filmexperten besetzte Jury kürt den jeweils besten Film seiner Kategorie, vergibt den Preis für den besten Studierendenfilm und einen Social Movers Award.

Der Preis „repräsentiert unseren Wunsch nach einer Gesellschaft, die Tanz in all seinen künstlerischen Möglichkeiten als Ausdruck von Leben versteht: vielschichtig, inspirierend und offen“, heißt es dazu im Programm.

Der Tanzfilm will keine abgehobene Hochkultur sein

Eröffnet wird das Festival zweimal: Mit der Ausstellung „Das totale Tanztheater 360 Grad“ am 20. November beim Neuen Kunst Verein und am 21. November mit einer Weltpremiere, die nicht im Wettbewerb läuft: Die poetische Road Documentary „touched“ von Jukka Rajala-Granstubb und Marc Wagenbach erinnert zehn Jahre nach ihrem Tod auf sehr persönliche Weise an Pina Bausch. Im Wettbewerb treten bekannte Namen an wie Akram Khan, Sasha Waltz und Alexander Ekman.

Dass der Tanzfilm keine abgehobene Hochkultur sein will, spiegelt sich im Titel des Festivals „we live future now“ wider. „Er ist ein Freiraum, um mit künstlerischen Mitteln neue gesellschaftliche Konzepte zu erproben“, wirbt Hamburg. Sie hofft, dass neben Film- und Tanzbewegten auch digital Interessierte, Familien und Menschen kommen, die Festival-Atmosphäre schnuppern oder einfach Spaß haben wollen. Weitere sieben Partner und Orte machen meist eintrittsfreie Angebote: das Tanztheater Pina Bausch im Schauspielhaus, Loch, die Börse, Neuer Kunstverein, Double C-Studio, Wuppertal Institut und Urban Art Complex. Dort sind Virtual-Reality-Installationen zu sehen, es gibt Workshops, eine Festival-Lounge und vieles mehr.

Dance Battle am Sonntag: Hier können alle mitmachen

Am Sonntag findet überdies ein für jeden offener Dance Battle mit Urban Art, Freestyle, Traditional und Contemporary statt. Und da das Festival auch internationales Branchentreffen ist, wird ein „Screen Dance Market“ im Schauspielhaus eingerichtet – hier vernetzt sich die Kreativwirtschaft in. Der Markt sei eine Art „Open Space für Wuppertaler“, erklärt Kerstin Hamburg. Besonderes Bonbon sei die One-on-One-Expert-Session am Freitag, bei der (nach Anmeldung bis 15. November unter www.tanzrauschen.de) kurze Beratungsgespräche zu eigenen Filmprojekten oder -ideen geführt werden können.

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