Wieder tanzen dürfen

Veranstalter sehen Perspektive für September

Alexander Klein plant unter anderem Party-Veranstaltungen im U-Club an der Friedrich-Ebert-Straße. Foto: Andreas Fischer
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Alexander Klein plant unter anderem Party-Veranstaltungen im U-Club an der Friedrich-Ebert-Straße.

Wuppertal. Diskotheken bereiten sich langsam auf eine Öffnung vor.

Von Miriam Karout

Wenn im September die Diskotheken in Nordrhein-Westfalen wieder an den Start gehen dürfen, möchten auch die Wuppertaler die Ersten sein, die wieder ausgelassen feiern dürfen. Deshalb befinden sich einige Diskotheken und Eventveranstalter schon jetzt, drei Monate vor den Öffnungen, in den Vorbereitungen. Flexibilität ist gefragt, das wissen die Veranstalter.

Sollte sowohl die Landesinzidenz als auch der Inzidenzwert der Stadt Wuppertal am 1. September für fünf aufeinander folgende Werktage unter 35 sein, dürfen sie wieder öffnen. Das bestätigt die Stadt.

„Wir gehen ganz stark davon aus, dass wir normal öffnen können.“

Paolo Frisella, Inhaber des Kitchen Klub

„Wir planen auf jeden Fall für die Öffnungsperspektive September. Es steht noch in den Sternen, ob das so sein wird, aber wir sind optimistisch, dass wir nach anderthalb Jahren wieder aufmachen können“, berichtet Nicolas Moll, Inhaber und Mitbegründer der Mauke. „Wir sind sowieso in Aufbruchstimmung nach einem Jahr Winterschlaf.“

Zusammen mit den Mitbegründern Christoph Haase und Johannes Farrenkopf führt er schon Gespräche mit Künstlern und Musikern aus dem näheren Umfeld. Auch die sind motiviert, wieder durchzustarten nach einem Jahr Spielpause. „Wir wollen denen natürlich auch den Raum geben“, so Moll. Es gebe aber auch den ein oder anderen Plan, Künstler von außerhalb nach Wuppertal zu holen. Genaueres können die Mauke-Betreiber noch nicht sagen, das sei abhängig von den Geschehnissen der nächsten Wochen. Ein Plan soll in der dritten Augustwoche veröffentlicht werden.

Auch bestimmte Hygienekonzepte gebe es schon im Hinblick auf die aktuellen Regeln. Mit Baumaßnahmen an den Sanitäranlagen und der Küche versucht sich der Club seit Wochen weitestgehend vorzubereiten.

An der Aue 10 bereitet sich der Kitchen Klub auf eine Öffnung der Diskothek vor. Derzeit befindet sich ein Testzentrum in den Räumen. Doch schon am Freitag und Samstag, 3. und 4. September, verspricht Inhaber Paolo Frisella die ersten Partys.

„Wir gehen ganz stark davon aus, dass wir normal öffnen können, vielleicht noch mit Tests, aber wir bereiten uns darauf vor, dass man sich bei uns in der Nähe testen lassen kann“, so Frisella.

Eine komplette Ausarbeitung der Konzepte für den Club-Monat September hat auch Alexander Klein noch nicht. Der Eventveranstalter gründete damals die Mauke mit, macht jetzt aber nur noch Einzelveranstaltungen. Deshalb ist er in der Club-Szene gut vernetzt und plant jetzt schon Veranstaltungen mit verschiedenen Clubbetreibern, unter anderem mit dem U-Club und der Boerse. „Wir sind dabei, die Termine zu reservieren, sind aber noch in Wartestellung. Wir planen schon, im September loszulegen, die Konzepte sind aber noch nicht ausgearbeitet, weil es seitens der Gesetzgeber noch keine Rahmenbedingungen gibt“, erklärt er.

Derzeit orientieren sie sich an Pilotprojekten aus anderen Bundesländern – wie zum Beispiel aus Niedersachsen. Dort finden Veranstaltungen mit einem Hygienekonzept statt, dass Schnelltests und eine Besucherkapazität von 70 Prozent vorsieht und auch eine Maskenpflicht. Für die Veranstaltungen im September hofft Klein, dass es keine Maskenpflicht geben wird. Ansonsten ist auch er zuversichtlich: Im September wird man wieder tanzen dürfen – nur das Wie ist noch ungewiss.

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