Gäste aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft

Massiver Umbau in der Solinger Innenstadt

Mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft feierten Stefan Grunwald, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender (r.), und OB Tim Kurzbach gestern die Grundsteinlegung.
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Mit Gästen aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft feierten Stefan Grunwald, Sparkassen-Vorstandsvorsitzender (r.), und OB Tim Kurzbach gestern die Grundsteinlegung.

Stadt-Sparkasse legt Grundstein für Neubau – Hauptstelle soll positiven Einfluss auf die Innenstadt haben

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die vergangenen Monate standen am Neumarkt im Zeichen des Rückbaus. Die Gebäude auf dem Grundstück zwischen Peter-Knecht-, Kölner Straße und Max-Leven-Gasse wurden abgerissen, bis zu 45 000 Kubikmeter Erdaushub abtransportiert. Nun beginnt der Bau der neuen Hauptstelle der Stadt-Sparkasse Solingen. Gestern fand die Grundsteinlegung mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung statt. In diesem „geschichtsträchtigen Moment“ hob Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) die Tragweite des Millionenprojekts hervor: „Hiermit legen wir den Grundstein für den Neubau unserer Innenstadt.“

In einer Zeitkapsel wurden Dokumente für nachfolgende Generationen konserviert.

Seit 2014 laufen sparkassenintern die Planungen. Damals sei eine Zukunftsstrategie für das Geldinstitut entwickelt worden. „Eine Erkenntnis war, dass unsere heutige Hauptstelle nicht zukunftsträchtig ist“, erinnerte der Vorstandsvorsitzende Stefan Grunwald. Ende 2016 fiel der Entschluss für den Neubau, im Februar 2019 startete der Architektenwettbewerb. Anfang dieses Jahres hat die Solinger Politik den Bebauungsplan beschossen.

Jetzt ist genau der richtige Moment für das Projekt.

Stefan Grunwald, Vorsitzender des Vorstands der Stadt-Sparkasse

„Für uns ist heute ein besonderer Tag, auf den wir lange hingefiebert haben“, erklärte Grunwald. Er dankte den beteiligten Akteuren aus Politik, Verwaltung und Sparkasse. Ohne die gute Zusammenarbeit hätte der Prozess mehr Zeit in Anspruch genommen. Nichtsdestotrotz könne „das Umfeld, um eine neue Sparkasse zu bauen, günstiger sein“.

In Zelten fand die Grundsteinlegung statt. Die Baugrube rundherum ist bis zu 8,5 Meter tief.

Damit spielte der Vorstandsvorsitzende einerseits auf die Baukonjunktur und die aktuellen Lieferengpässe an. Auf der anderen Seite befinde man sich in einer „angespannten Branchensituation“. Digitalisierung, Regulatorik und das anhaltende Niedrigzinsniveau seien Herausforderungen für die Stadt-Sparkasse. „Das muss man akzeptieren und annehmen. Deswegen ist jetzt genau der richtige Moment für das Projekt“, betonte Grunwald. Und fügte an: „Wir legen den Grundstein für die Zukunftsfähigkeit unserer Sparkasse.“

Auf dem mehr als 5000 Quadratmeter großen Grundstück entsteht nicht nur die neue Hauptstelle der Bank. Zudem geplant sind 26 Wohneinheiten, Büroflächen zur Fremdvermietung, eine Tiefgarage für 125 Fahrzeuge und 100 Fahrrad-Stellplätze.

Zunächst wird Anfang Dezember die Gründung für den Neubau betoniert. Trotz der derzeitigen Lieferengpässe ist Ingenieur Peter Breuer zuversichtlich, dass die Arbeiten am Neumarkt wie geplant Ende 2023 fertig werden. Im Frühjahr 2024 könnten dann die rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt-Sparkasse ihr neues Domizil beziehen. Voraussichtlich im Frühjahr 2022 beginnt die Vermarktung der Büros und Wohnungen.

80 Millionen Euro sind aktuell für das Projekt veranschlagt. Ob dieser Preisrahmen einzuhalten ist, lässt sich Breuer zufolge derzeit nicht mit Gewissheit sagen: „Im nächsten Sommer wissen wir mehr, wenn zwei Drittel der Ausschreibungen durch sind.“

Am alten Sparkassen-Standort soll Wohnbebauung folgen

Gestern stand Stefan Grunwald in der Baugrube auf der Bühne. Anfang Dezember soll dort die Gründung für den Neubau betoniert werden.

Derweil laufen bereits die Planungen, wie es auf dem Areal der aktuellen Sparkassen-Hauptstelle weitergeht. Der Komplex, dessen Grundsteinlegung am 29. Juli 1955 stattfand, soll Wohnbebauung weichen. „An diesem Projekt arbeiten wir parallel“, bestätigte Sparkassen-Sprecher Martin Idelberger.

Auch von diesem Vorhaben erhofft sich Tim Kurzbach einen Impuls für die City-Entwicklung. Der Ball für die Zukunft der Innenstadt liege auf dem Elfmeterpunkt, bemühte der OB eine Fußball-Metapher. „Es liegt in unserer Verantwortung, ihn zu verwandeln.“ Die größte Gefahr sei jedoch nicht, zu verschießen, sondern gar nicht anzutreten.

Pläne

Vorgesehen ist, dass sich der Haupteingang zum Sparkassen-Neubau am Neumarkt befindet. Die Wohneinheiten sind in Richtung Kölner Straße geplant. An der Max-Leven-Gasse entsteht auf

150 Quadratmetern eine Bildungs- und Gedenkstätte. „Wir freuen uns schon darauf, im Stadtzentrum aktiv werden zu können“, sagte Daniela Tobias bei der Grundsteinlegung. Sie ist die Vorsitzende des Vereins Max-Leven-Zentrum, der hinter dem Projekt steht.

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