Mobilität 2.0

E-Autos können bald an der Laterne laden

Ladepunkte für E-Autos sind gefragt.
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Ladepunkte für E-Autos sind gefragt.

Wuppertal. Ein Pilotprojekt soll 2023 in Wuppertal starten.

Von Anne Palka

In anderen Städten werden Laternen zu Ladepunkten für E-Autos, zum Beispiel in Dortmund und Bochum – und auch Wuppertal plant ein Pilotprojekt, das 2023 beginnen soll, kündigt WSW-Vorstand Markus Hilkenbach an. „Man muss aber sagen, dass bei Straßenlaternen nicht so richtig viel Leistung zu holen ist. Schnelles oder normales Laden ist da schon schwierig.“ Damit verlängert sich die Ladezeit: Bei einer Batteriekapazität von 60 Kilowattstunden und einer Ladeleistung von 3,7 Kilowatt beispielsweise auf rund 16 Stunden.

„Dennoch ist das eine Alternative, mit der wir uns befassen“, sagt Andreas Brinkmann, der bei den Stadtwerken den Bereich für Energieeinkauf und -lösungen leitet. „Es muss etwas geben für all diejenigen, die ein E-Auto fahren wollen, aber nicht die Möglichkeit haben, sich eine Wallbox vor dem eigenen Haus zu installieren.“ Die Stadtwerke betreiben derzeit 51 öffentliche Ladesäulen in Wuppertal, hinzu kommen andere Anbieter. „Das ist aus unserer Sicht noch nicht genug“, sagt Brinkmann. Die Stadtwerke wollten in diesem Jahr elf weitere Ladesäulen errichten, die Förderzusage kam aber erst im Oktober. „Deshalb wird das zwangsläufig ins nächste Jahr hineinragen.“

Die Zahl der Elektroautos, die geladen werden müssen, steigt: Im März 2021 waren 1225 mit Wuppertaler Kennzeichen zugelassen, ein Jahr später waren es 2478, also doppelt so viele. „Es ist ganz gut, das parallel zueinander aufzubauen“, mehr E-Autos und mehr Ladepunkte, sagt Markus Hilkenbach. Einige WSW-Ladestationen werden derzeit nicht stark frequentiert. „Das Geschäftsfeld macht immer noch ein Defizit.“ Der Durchbruch werde nur gelingen, wenn es ein Tankstellennetz gibt, in dem E-Autos in nur wenigen Minuten aufgeladen werden können. „Ich bin noch nicht sicher, ob es sinnvoll ist, an jeder Straßenecke eine Station zu haben.“

Bei hoher Nachfrage muss das Netz verstärkt werden

Die Stadtwerke seien optimistisch, im Netz genug Leistung zur Verfügung stellen zu können – wenn die Elektromobilität so stark wächst wie erwartet. „In einer Straße kann es aber durchaus zu Engpässen kommen, wenn alle gleichzeitig den Stecker reinmachen“, sagt Markus Hilkenbach.

Nicht überall im Wuppertaler Stadtgebiet wird ein gleich hohes Wachstum an E-Autos erwartet. Hilkenbach: „Dann geht die Leistung runter und es dauert nicht mehr drei Stunden, sondern beispielsweise fünf Stunden. Dann müssen wir das Netz an dieser Stelle erweitern und verstärken.“

Tarife

Die WSW kündigen ab 2023 einen neuen Tarif an: Er soll tageszeit-, vielleicht sogar stundenabhängig sein. So sollen Stromkunden animiert werden, möglichst dann zu verbrauchen, wenn der Anteil erneuerbarer Energien im Netz hoch ist.

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