Vielfalt

So arbeitet die Diversity-Beauftragte

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Jana Hansjürgen ist Diversity-Beauftragte in Düsseldorf und wirbt für einen vorurteilsfreien Umgang der Menschen miteinander. 

DÜSSELDORF Seit etwa einem Jahr ist Jana Hansjürgen in Düsseldorf im Einsatz für die Vielfalt.

Von Carolin Scholz

Im Jahr 2018 lebten 642 304 Menschen in Düsseldorf. Etwas mehr als die Hälfte sind Frauen, die restlichen 312 731 sind Männer – das sagt zumindest die Statistik. Etwa ein Fünftel der Düsseldorfer ist ausländischer Herkunft. Sie leben alleine, mit Mitbewohnern oder in der Familie, sitzen im Rollstuhl oder tragen eine Brille. Lieben Frauen, Männer oder beides. Glauben an einen Gott – oder eben nicht. Die Vielfalt an Menschen, die in Düsseldorf leben, ist groß.

Jeder Jeck ist anders. Damit das auch so bleibt und sogar die Vorteile dieser Vielfalt genutzt werden, ist Jana Hansjürgen im Einsatz. Sie ist seit knapp einem Jahr Diversity-Beauftragte der Stadt.

Die Stelle gibt es seit drei Jahren. Die Position ist im Gleichstellungsbüro angesiedelt und arbeitet im Querschnitt – also quer durch die Ämter. Außerdem nach innen, in der Stadtverwaltung, und nach außen, für alle Menschen.

„Wir leben in Düsseldorf eine große Vielfalt, die wahrscheinlich in den nächsten Jahren weiter wächst“, sagt Jana Hansjürgen. Wenn es um Diversity geht, spricht sie von sechs Dimensionen. Da geht es um Geschlechter, um sexuelle Identität, um Behinderungen, das Alter, die Herkunft und Religion oder Weltanschauung. Und darum, was Menschen, die sich in diesen Dimensionen unterschiedlich einordnen, für Erfahrungen, für Themen und für Fähigkeiten mitbringen. „Es ist eine große Bereicherung“, sagt Jana Hansjürgen, „wenn die unterschiedlichen Menschen ins Gespräch kommen.“ Bei ihrer Arbeit geht es darum, Menschen zusammenzubringen, zu vernetzen und ihnen zu zeigen, wie sie voneinander profitieren können.

Zuvor hat Jana Hansjürgen mit Jugendlichen gearbeitet

Ihre vorherige Stelle hilft ihr bei ihrer heutigen Arbeit: Vorher war sie Leiterin eines Jugendzentrums. „Dort habe ich Diversity von der Basis her miterlebt“, sagt sie. Jugendliche verschiedener sexueller Orientierung, unterschiedlicher Herkunft und mit verschiedenen Lebensrealitäten kamen dort zusammen.

Im Vergleich zu anderen Städten ist Düsseldorf bereits gut aufgestellt und weltoffen. Es gebe viele Anlaufstellen für Menschen mit unterschiedlichen Situationen, Problemen oder Fragen. „Die Stelle der Diversity-Beauftragten wurde auch nicht erst eingeführt, weil es Schwierigkeiten gab“, sagt sie. Sondern vorsorglich, um Vielfalt zu fördern, zu erhalten und positiv zu besetzen.

Dazu gibt es verschiedene Veranstaltungen, etwa den Diversity Tag, der international im Frühjahr stattfindet, die Konferenz Diverse City oder auch Events wie den Internationalen Tag gegen Rassismus oder den Christopher-Street-Day. In Düsseldorf gebe es viele, die sich gegen Diskriminierung stark machen.

Außerdem ist sie auch mit ihren Pendants in anderen Städten in Kontakt. Doch auch innerhalb der Stadtverwaltung ist Hansjürgen im Einsatz. Zum einen als Anlaufstelle für Mitarbeiter, wenn es einmal Probleme mit Diskriminierung gibt. Zum anderen als Infoquelle. Die Mitarbeitenden haben tagtäglich mit den verschiedensten Menschen zu tun. Menschen, die anders sind als man selbst, vorurteilsfrei gegenüberzutreten, sei wichtig. Dazu gibt es Workshops. Bei großer Vielfalt bringen die Menschen ganz unterschiedliche Erfahrungen und Fähigkeiten mit, die die Stadt nutzen kann. Das ist eine große Chance für alle, ist die Diversity-Beauftragte überzeugt.

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