Großprojekt

Unterburg: Arbeiten an Ortseinfahrt gehen voran

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Die Eschbachstraße gerät im Zuge der Bauarbeiten zum Nadelöhr. Bis Februar 2020 müssen Pendler Umwege in Kauf nehmen. 

UNTERBURG Maßnahme an der Eschbachstraße in Unterburg bringt für die Anwohner Probleme mit sich.

Von Kristin Dowe

Seit gut einer Woche laufen die Bauarbeiten an der Eschbachstraße in Unterburg: Abschnittsweise wird die Strecke zwischen der Brücke Mühlendamm und der Wupperbrücke für rund fünf Monate gesperrt. Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick.

Was wird gemacht?

Die Fahrbahn und teilweise auch der Unterbau der Eschbachstraße werden erneuert. Fußgänger erhalten dort, wo es möglich ist, mehr Raum. Außerdem werden die Bushaltestellen Solingen-Seilbahn barrierefrei umgebaut und es wird eine Mittelinsel als Querungshilfe angelegt. Gleichzeitig führt der Wupperverband seine Arbeiten zum Hochwasserschutz fort. Dabei wird das Bett des Eschbachs tiefergelegt.

Welche Probleme gibt es aktuell?

„Viele auswärtige Fahrer übersehen die Sackgassen-Schilder an der Krahenhöhe, weil sich dort zurzeit eine Baustelle befindet“, berichtet Axel Birkenbeul, Bezirksbürgermeister von Burg/Höhscheid (SPD). Die Fahrspuren seien schmaler und mit Baken gekennzeichnet, weshalb viele Autofahrer sich gerade im Dunkeln auf den Straßenverlauf konzentrierten und das Schild versehentlich missachteten. „Die Fahrer landen dann in Unterburg an der Baustelle und fahren die sehr enge und steile Schlossbergstraße herauf“, schildert Birkenbeul die Problematik. Die Folge seien waghalsige Wendemanöver der Fahrer. Auch die Schrift auf dem Schild sei zu klein. „Wir möchten das vorhandene Hinweisschild durch ein größeres ersetzen und dieses auch näher an der Straße platzieren.“

Welche Umleitungen gibt es?

Für den Verkehr in Richtung Oberburg und A 1 ist während der Sperrung eine Umleitung ab Krahenhöhe über Müngsten und Vieringhausen ausgeschildert. Von dort aus werden auch Autofahrer von Oberburg und Autobahn aus kommend in Richtung Krahenhöhe geführt.

Welche Änderungen gibt es im Busverkehr?

BAUMASSNAHME

PROJEKT Die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Unterburg ist Teil eines Maßnahmenkatalogs, der im Zuge des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK) umgesetzt wird. In die Erneuerung der Straße fließen rund 1,4 Millionen Euro. Das Land übernimmt 80 Prozent der Kosten als Förderung.

„Wir haben in Oberburg sechs Elternpaare, die ihr Kind in die Kindertagesstätte Burg an der Hasencleverstraße bringen und dafür über Remscheid fahren müssen. Das empfinden sie als Zumutung“, berichtet Birkenbeul. Nach Angaben der Stadt Solingen sollen die Eltern deshalb in Fahrgemeinschaften bis zu einer Parkfläche auf privatem Gelände am Mühlendamm fahren. Von dort aus laufen sie mit ihren Kindern etwa 350 Meter über einen Fußweg entlang des Eschbachs bis hinter die Absperrung. Um den Fußweg so kurz wie möglich zu halten, steigen sie an der Hasencleverstraße kostenlos in den Linienbus ein, der seine Strecke ändert: Aus Solingen kommend biegt er nach rechts in die Hasencleverstraße ein und nicht – wie ursprünglich geplant – nach rechts zur Drehscheibe. Er nimmt zunächst die Runde über die Hasencleverstraße zur Kita, dort werden die Kinder vom Kita-Personal abgeholt. Die Eltern fahren mit dem Bus zurück zur Haltestelle. Von dort fährt der Bus zur Drehscheibe und anschließend durch die Hasencleverstraße, damit die Fahrgäste Richtung Solingen einsteigen können.

Können Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge problemlos nach Unterburg gelangen?

Ja. Nach Angaben der Stadt gilt die Sperrung für sie nicht. „Wenn die Sperrung aber auch für sie mal aus baulichen Gründen nicht passierbar sein sollte, wird auf jeden Fall die Feuerwache in Oberburg besetzt“, versichert Rathaussprecherin Sabine Rische. „Es war klar, dass die Bauarbeiten mit Unannehmlichkeiten für die Bürger verbunden sein würden. Aber sie sind alternativlos.“

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