Tierschau

Aralandia: Die ersten Aras fliegen bald

Andreas Haeser-Kalthoff hat die Flamingos im Blick. Sie bekommen mit den ersten Aras bald neue Nachbarn in Aralandia. Foto: Andreas Fischer
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Andreas Haeser-Kalthoff hat die Flamingos im Blick. Sie bekommen mit den ersten Aras bald neue Nachbarn in Aralandia.

Vögel leben sich gerade ein.

Von Friedemann Bräuer

Wuppertal. Bis Montag waren die 18 stillen rosafarbenen Chile-Flamingos die einzigen Bewohner der Freiflug-Voliere Aralandia im Wuppertaler Zoo – dann erhielten sie lautstarke Gesellschaft von acht blauen Ara-Papageien, die zunächst in eine Eingewöhnungsvoliere eingezogen sind und der neuen Attraktion im Zoo ihren Namen gegeben haben.

Eigentlich war die Eröffnung schon für Ende März geplant, doch das Coronavirus machte diese Pläne zunichte. Doch nun soll es in diesen Tagen losgehen: Die ersten Hyazinth-Aras werden ihr neues Revier beziehen. Den Aras werden dann die Sonnen-Sittiche und die Pudus, die kleinste Hirschart der Welt, folgen. „Alle Tiere sind in Südamerika beheimatet und gehören zu den bedrohten Arten“, berichtet Andreas Haeser-Kalthoff, Projektleiter von Aralandia.

Die Ausflüge nach draußen werden technisch überwacht

Die Ankunft der prächtigen Papageien aus Zoos in ganz Europa gestaltet startet in der Eingewöhnungs-Voliere mit Ruhezonen. Das hilft ihnen, sich mit der neuen Umgebung vertraut zu machen. Wann sie die Ausflugsgelegenheiten in die Freiflug-Voliere nutzen, bleibt allein ihnen überlassen. Das kann zwei Tage, aber auch zwei Monate dauern“, sagt Haeser-Kalthoff.

Draußen ist alles für die neuen Gäste hergerichtet. Das schließt auch eine Lehmwand ein, die den Vögeln die Versorgung mit Salzen und Mineralien garantiert. Während der Innenbereich mit Erdwärme geheizt ist, wird es draußen keine künstliche Beheizung geben, allerdings in Kunstfelsen und Bäumen ausreichend Möglichkeiten, sich selbst kuschelige Aufenthaltsräume zu schaffen. „Die Vögel werden für sich entscheiden, ob sie sich drinnen oder draußen wohler fühlen“, erklärt der Zoo-Vereinsgeschäftsführer. In den Einflugschächten halten Sensoren fest, welcher Vogel diesen Kanal durchquert.

„Dating-Voliere“ bringt Paare zueinander

Sinn der Anlage Aralandia ist es, die Voraussetzungen für die Aufzucht der auf der Roten Liste stehenden Papageienart zu schaffen. In der ,Dating-Voliere’ sollen sich Vögel aus verschiedenen Zoos kennen lernen und im Laufe der Zeit Paare bilden, die dann an andere Zoos abgegeben werden, um die Reproduktionsrate zu erhöhen. In Wuppertal selbst gibt es sechs Zuchtställe, zu denen das Publikum allerdings keinen Zutritt haben wird.

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