Tierisch

Aquazoo: Ein kleiner Fisch zum Kuscheln

Hoshi macht es sich auf der Hand seiner Pflegerin gemütlich. Foto: Aquazoo Löbbecke Museum/Philipp Schroeder
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Hoshi macht es sich auf der Hand seiner Pflegerin gemütlich.

Hoshi hat seine Düsseldorfer Tierpfleger überrascht.

Düsseldorf.  Seit 2017 lebt er in dem großen Korallenzuchtbecken hinter den Kulissen des Meerwasserbereichs im Düsseldorfer Aquazoo: Hoshiko (japanisch für „Kleiner Stern“), ein knapp zehn Zentimeter langer Juwelen-Felshüpfer. Vom Aquazoo-Team liebevoll „Hoshi“ genannt, hat der kleine Fisch eine ganz besondere Verbindung zu den Tierpflegern aufgebaut: Denn regelmäßig sucht der kleine Felshüpfer den direkten Kontakt zu ihnen und geht auf „Schmusekurs“.

Um den Speisenplan des kleinen Algenfressers abwechselnd zu gestalten, erhält Hoshi hin und wieder ein wenig Flockenfutter. Bereits vor mehreren Monaten staunte Anne-Claire Hoffmann, Vorarbeiterin in der Meerwasserabteilung, nicht schlecht, als Hoshi sich seinen Leckerbissen direkt aus ihrer Hand abholte. Als wenig später eine der Auszubildenden längere Zeit mit den Händen im Becken arbeitete, passierte es dann plötzlich: Hoshi schwamm auf die Hand der verdutzten Mitarbeiterin und machte es sich dort gemütlich. Seitdem nutzt der forsche Felshüpfer jede Gelegenheit, um auf Tuchfühlung mit seinen Pflegern zu gehen.

Normalerweise wird der Kontakt zwischen Wildtieren und Menschen in Zoos und Aquarien auf ein Minimum reduziert. Die Tiere sollen Wildtiere bleiben. Nur in Ausnahmefällen wie beim sogenannten „Medical Training“ werden Tiere an die Hände der Pflegenden gewöhnt. Ausnahmen bestätigen aber auch hier die Regel. Manche der Aquazoo-Bewohner suchen aktiv den Kontakt und haben dabei ein überaus einnehmendes Wesen. Die Kraken im Aquazoo demonstrieren dies seit jeher. Mit Hoshi hat sich nun erstmals ein Vertreter der Schleimfische in die Reihe der handzahmen Ausnahmen eingereiht.

Da Hoshis Refugium regelmäßiger Arbeiten durch die Tierpfleger von Hand bedarf, und der Juwelen-Felshüpfer nicht zu den giftigen Aquazoobewohnern gehört, ist dieser Kontakt völlig unbedenklich.

Juwelen-Felshüpfer sind als unersättliche Algenfresser fleißige Unterstützung für das Aquazoo-Team. Gleich mehrere Artgenossen von Hoshi bewohnen die verschiedenen Tropenaquarien und halten Korallen, Felsen und Scheiben algenfrei. Da Felshüpfer äußerst territorial sind, werden die kleinen Fische einzeln oder in Kleinstgruppen zusammengehalten. Hoshi beansprucht „sein“ 180 Liter fassendes Aufzuchtbecken der Weichkorallen zum Beispiel für sich und lässt dort keinen weiteren Artgenossen zu. Regelmäßig halten hier aber Fische anderer Arten Einzug, die sich hinter den Kulissen eingewöhnen, nachdem sie in der Regel aus anderen Aquarien nach Düsseldorf gezogen sind. Für diese Neuankömmlinge ist Hoshi dann so etwas wie eine erste „Bezugsperson“. -step-

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