Verkehr

Anwohner in Beyenburg fordern Tempo 50

Harald Bramstedt, Marion und Herbert Bechem (v.l.) unterstützen die Forderung nach einer Tempo-50-Zone an der Spieckerlinde. Foto: Stefan Fries
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Harald Bramstedt, Marion und Herbert Bechem (v.l.) unterstützen die Forderung nach einer Tempo-50-Zone an der Spieckerlinde. 

Ärger in Beyenburg – Stadt lehnt Limit aber ab.

Beyenburg.  Das Thema „Geschwindigkeitsbegrenzung“ beschäftigt die Anwohner an der Spieckerlinde in Beyenburg schon seit etlichen Jahren. Derzeit gibt es eine weitere Initiative zur Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit in dem Bereich von 70 auf 50 Stundenkilometer. Etwa 25 Anwohner haben unterschrieben – das seien „alle, die hier an der Spieckerlinde wohnen“, sagt Harald Bramstedt.

Zahlreiche Pendler etwa aus Lennep und Radevormwald nutzen die Strecke täglich. Bislang sind die Chancen auf eine Herabstufung der Höchstgeschwindigkeit eher gering: Für Stadt und Polizei handelt es sich nicht um einen Unfallschwerpunkt.

Dabei führen die Anwohner eine Vielzahl von Argumenten für ein Tempolimit ins Feld – auch der Bürgerverein Frielinghausen unterstützt die Initiative. In dem etwa 700 Meter langen Bereich befänden sich mehrere Wohnhäuser, in denen ältere Menschen und Familien mit Kindern lebten. Zudem gebe es dort zwei Bushaltestellen, aber es fehlten teilweise Gehwege. Es komme „immer wieder zu riskanten Situationen, weil viel zu schnell gefahren und Abstände nicht eingehalten werden.“ Es hätten sich in der Vergangenheit immer wieder Unfälle ereignet. Zudem verlaufe die L 411 durch die Schutzzone 2 der Herbringhauser Talsperre. Sollte es zu einem Verkehrsunfall kommen, könnte das Trinkwasser in der Talsperre verunreinigt werden. Tempomessungen zu Jahresbeginn hätten ergeben, dass viele auf dem Abschnitt zu schnell unterwegs seien.

Ein Gespräch mit Polizei und Bezirksbürgermeister brachte keine Lösung im Sinne der Anwohner. Die Unterschriftenliste soll im Rathaus nun noch einmal zum Umdenken motivieren.

Die Verwaltung verweist als Begründung für ihre ablehnende Haltung auf die Unfallzahlen in dem Bereich – und die seien eben nicht so gravierend, dass eine Reduzierung auf Tempo 50 gerechtfertigt wäre, sagt Stadtsprecher Thomas Eiting. Die Stadt müsse sich an die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung halten, die regeln, wann Geschwindigkeitsbegrenzungen veranlasst werden können. Auch Bezirksbürgermeister Hasenclever hat wenig Hoffnung, dass den Anwohnern an der Spieckerlinde in der Sache geholfen werden kann. Bislang habe es in dem Bereich nur Unfälle mit Blechschäden gegeben, deshalb gelte dieser Abschnitt der L 411 nicht als Unfallschwerpunkt.

Bei Anwohner Bramstedt schleicht sich derweil der Eindruck ein, dass in der Sache mit „zweierlei Maß gemessen“ werde. So gebe es etwa eine Tempo-50-Zone im weiteren Verlauf der L 411 im Bereich des Remscheider Tierheims. Und auch an der L 527 im Bereich der Parkhausausfahrt der Firma Vorwerk bestehe eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Stundenkilometern. Die allerdings sei den dortigen Bauarbeiten geschuldet, heißt es bei der Stadt Wuppertal. -bos-

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