Angeklagter gesteht zwei Banküberfälle

Prozess gegen 38-Jährigen

Von Dirk Lotze

Velbert/Mettmann Vor dem Landgericht Wuppertal hat ein 38 Jahre alter Angeklagter zwei Banküberfälle innerhalb von 90 Minuten auf zwei Filialen einer Bank in Velbert und Mettmann gestanden. Der Mann aus Heiligenhaus bestätigte die Taten vom 10. Februar 2021 – er war Kunde des beraubten Geldinstituts und wurde vor Ort erkannt. Als Druckmittel habe er mit Daumen und Zeigefinger eine Pistole in einer Tasche seiner voluminösen Jacke vorgetäuscht.

Im selben Prozess geht es für ihn um gefährliche Auftritte und und den Vorwurf der versuchten, schweren Brandstiftung an zwei Tankstellen in Mettmann 2019, nebst einer anschließenden Flucht mit einem Auto unter Alkoholeinfluss. Der Mann ist alleinstehender Handwerker, verschuldet und mutmaßlich suchtkrank. Bei einer Verurteilung muss er mit einer Entziehung in einer geschlossenen Klinik rechnen. Vor Gericht gab ein Anwalt das Geständnis des Mannes ab. Er ergänzte: „Er möchte alle Betroffenen seiner Taten um Entschuldigung bitten.“

Eine Bankangestellte sagte aus, sie habe ihn anhand seiner Statur und Stimme sofort erkannt, wegen eines einzigartigen Auftritts vom Vortag: „Er wollte Geld abheben, aber das war nicht möglich, weil eine Pfändung auf dem Konto war. Er hat sich aufgeregt und schließlich gefordert, wir sollten die Polizei rufen. Ich habe gesagt, dass ich das nicht mache, aber er könnte ja die Polizei hinzuziehen. Das hat er auch getan.“ Es blieb allerdings dabei, dass er kein Geld bekommen konnte.

Bei der zweiten Tat am selben Tag wird der Täter überwältigt

Bei der zweiten Tat, kaum 90 Minuten später in Velbert und nach gleichem Muster, löste eine andere Bankmitarbeiterin einen Alarmknopf aus, noch während der Mann in der Filiale war. Wachleute überwältigten ihn und hielten ihn fest, die Polizei nahm ihn fest. Die 5000 Euro Beute aus Mettmann fanden Ermittler am selben Tag am Arbeitsplatz des Mannes in einem nahe gelegenen Geschäft.

Zusätzlich geht es in dem Verfahren um versuchte Brandstiftung nacheinander an zwei Tankstellen: Der Angeklagte bestätigte, Zapfpistolen betätigt zu haben, damit Benzin austreten sollte. Laut Zeugen fuchtelte er zusätzlich mit einem Feuerzeug herum. Beide Angriffe brach er ab. Während der folgenden Fluchtfahrt soll er gefährlich auf Polizisten zugefahren sein. Eine Blutalkoholprobe ergab 1,3 Promille.

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