An vielen unterschiedlichen Orten in Solingen können sich Paare trauen lassen

Heiraten unter dem Sternenhimmel

Miriam Hübers mit ihrem Ehemann Max und Hund Mala nach der besonderen Hochzeit im Galileum.
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Miriam Hübers mit ihrem Ehemann Max und Hund Mala nach der besonderen Hochzeit im Galileum.

Die Erinnerung an die Hochzeit zählt sicherlich zu jenen Erfahrungen, die ein Paar nachhaltig verbinden.

Von Moritz Berger

Solingen. Deshalb entscheiden sich manche dafür, diesen Moment an einem besonderen Ort zu erleben, der eine denkwürdige Erinnerung verspricht. Diese kann aus dem außergewöhnlichen Charme oder dem romantischen Ambiente des Ortes herrühren.

Während der Hochzeit gab es eine virtuelle Reise in den Weltraum.

Einen solchen Moment in einzigartiger Umgebung hat auch Miriam Hübers erlebt. Sie und ihr Partner Max haben sich dafür entschieden, im Galileum zu heiraten. Inmitten von bequemen Sesseln und unter dem Nachthimmel sind am 26. Juni einzigartige Erinnerungen entstanden. „Wir hatten ja quasi eine Hochzeit unter dem Sternenhimmel“, berichtet Miriam Hübers. „Es war etwas ganz Außergewöhnliches und nicht wie jede andere Hochzeit“, beschreibt sie ihre Eindrücke, die auch von den Gästen geteilt wurden. Dadurch sei die ganze Stimmung etwas aufgelockert worden, denn „eigentlich handelt es sich ja um einen Verwaltungsakt“.

Emotional sei es trotzdem gewesen, weil das Galileum ein sehr individualisiertes Programm, bestehend aus mehreren Videos und Animationen, für das Paar zusammengestellt habe. An die Innenwand der großen Kuppel wurden neben dem Sternenhimmel auch die Sternzeichen von Braut und Bräutigam projiziert.

„Es war etwas ganz Außergewöhnliches und nicht wie jede andere Hochzeit.“

Miriam Hübers über ihre Trauung im Galileum

Auf das Galileum ist das Paar durch einen Hinweis vom Standesamt aufmerksam geworden. Die Stadt versichert, dass dort immer versucht werde, die Wünsche der Liebespaare nach besonderen Orten zu erfüllen. Allerdings weißt sie auf bestimmte Voraussetzungen hin, die vor allem den festlichen Rahmen der Hochzeit sichern sollen, so dass es keine Störungen während der Trauung geben kann.

Weiterhin soll der Ort einen „stadtbildprägenden Charakter“ aufweisen, wie die Verwaltung auf Anfrage erklärt. Darunter fasst sie Sehenswürdigkeiten oder andere Wahrzeichen der Stadt, insbesondere „denkmalgeschützte und historische Häuser, sowie alles, was mit Schneidwaren und bergischem Fachwerk zu tun hat“.

Das Galileum jedenfalls erfüllt diese Kriterien des Standesamtes, ebenso wie zahlreiche andere Trauorte. Deshalb ist es neben dem Lichtturm in Gräfrath auch grundsätzlich möglich, im derzeit vom Hochwasser betroffenen Balkhauser Kotten sowie in einer Vielzahl von Restaurants zu heiraten. Auch im Botanischen Garten ist es jenseits der Pandemie möglich, sich trauen zu lassen. Zudem stehen für Hochzeiten auch Orte wie Schloss Grünewald oder Schloss Hackhausen zur Verfügung, wobei nur auf Schloss Burg regelmäßig getraut wird. Zwischen April und Dezember bietet das Standesamt dort an acht Tagen rund 40 Termine mit entsprechend großer Nachfrage an. Doch auch bei Trauungen an weiteren besonderen Orten stehen nur relativ wenige Sondertermine zur Verfügung, an denen Heiraten jenseits von Haus Kirschheide möglich ist. Für Letzteres ist die Nachfrage aber weiterhin am größten, da auch „immer wieder Paare von außerhalb“ kämen, die es zu schätzen wüssten, „dass das Trauzimmer nicht mitten in der Innenstadt im Rathaus ist“, wie die Stadt erklärt. Gelegen „in einem wunderschönen Park“ wurde deshalb in den 90er-Jahren dort das Standesamt angesiedelt.

Manche Wünsche für Trauorte würden aber abgelehnt, weil sie die Kriterien nicht erfüllten. Dabei handele es sich vor allem um Plätze die der Öffentlichkeit nicht zugänglich seien, wie beispielsweise das Stadion am Hermann-Löns-Weg. Zum Zeitpunkt der Anfrage des Paares sei das Stadion bereits nicht mehr in Betrieb gewesen, teilte die Stadt auf ST-Nachfrage mit.

Grundsätzlich sei aber zu beachten, dass eine Trauung an besonderen Orten jeweils eine zusätzliche Gebühr von 300 Euro koste. Daran erinnert Miriam Hübers und weißt daraufhin, dass dieser Aufpreis nicht die Miete für die Location ersetze. Für sie haben sich die weiteren Aufwendungen jedenfalls gelohnt. „Wir würden das Galileum unbedingt weiter empfehlen“, sagt Miriam Hübers.

Solinger heiraten wieder mehr

-ate- In diesem Jahr zeichnet sich wieder eine steigende Tendenz bei den Eheschließungen ab. Von Januar bis April wurden nach aktuellen Zahlen des Statistischen Landesamtes in Solingen 154 Ehen vollzogen. 2020 waren es im gleichen Zeitraum nur 113. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 743 Eheschließungen. Dies war der niedrigste Wert seit 2014 (737).

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