AiCuris begrüßt neue Förderung des Bundes

AiCuris will an der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 mitarbeiten. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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AiCuris will an der Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 mitarbeiten. Symbolfoto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Erforschung von Medikamenten für Covid-19-Patienten

Von Andreas Boller

Wuppertal Das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) haben angekündigt, die Entwicklung und Herstellung von versorgungsnahen Arzneimitteln gegen Covid-19 mit 300 Millionen Euro zu unterstützen. Das Wuppertaler Unternehmen AiCuris begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, neben der finanziellen Förderung bei der Entwicklung von Impfstoffen nun noch intensiver in die Erforschung von Medikamenten zur Behandlung von Covid-19-Patienten einzusteigen.

AiCuris ist Mitglied der BEAT-COV-Initiative, dem Zusammenschluss von vier deutschen, mittelständischen Biotechnologieunternehmen mit erfolgversprechenden Covid-19-Therapieansätzen in späten Phasen der klinischen Entwicklung. Die Initiative wurde im Herbst 2020 von AiCuris Anti-infective Cures GmbH, Atriva Therapeutics GmbH, Immunic AG und InflaRx GmbH gegründet. BEAT-COV weist daraufhin, dass Covid-19 weiterhin zu Erkrankungen und gegebenenfalls schweren Verläufen führen wird, da sich nicht alle Menschen impfen lassen wollen oder können.

Für Covid-19-Erkrankungen sei es wichtig, verschiedene Medikamente mit verschiedenen Angriffspunkten zu haben, um sowohl Patienten in der Frühphase der Erkrankung als auch in akuten lebensgefährlichen Phasen sowie in der Rehabilitationsphase helfen zu können. AiCuris hat eine Phase-1-Studie vorgelegt, die belegt, dass das Unternehmen mit AIC649, einem inaktivierten Parapockenvirus, eine natürliche selbstlimitierende Immunreaktion auslösen kann, die die entsprechende Immunreaktion auf nicht verwandte Viren verstärkt. AiCuris will die Wirksamkeit nicht nur als Medikament zur Heilung von chronischer Hepatitis B erforschen, sondern auch die Anwendung von AIC649 bei asymptomatischen Sars-CoV-2-Patienten zur Vorbeugung von Covid-19 untersuchen.

Zusammen können die Labore das wirtschaftliche Risiko eingehen

Bei den in der BEAT-COV-Initiative zusammengeschlossenen Laboren handelt es sich um mittelständische Unternehmen, die bei aufwendigen Studien der Phasen II und III mit Tausenden Testpersonen das hohe wirtschaftliche Risiko nicht alleine eingehen könnten. Die Wahrscheinlichkeit des Scheiterns in einer der weiteren Testphasen ist bei weitem größer als die Wahrscheinlichkeit, dass ein Medikament die Zulassung erhält. Die Entwicklung von Therapien verlangt neben kostenintensiven Zulassungsstudien auch eine teure Vorproduktion der Wirkstoffe.

Holger Zimmermann, Geschäftsführer der AiCuris GmbH, begrüßt daher die Ankündigung des Förderprogramms. „Für die Zukunft sind neue Medikamente ein wichtiger Bestandteil einer generellen Pandemievorsorge, um gegen neu auftretende Viren gerüstet zu sein und schnell agieren zu können. Deshalb haben wir unser PREP – Pandemic and Resistance Emergency Preparedness – Programm ins Leben gerufen. Wir sollten diesen Aspekt ernst nehmen, und aus der jetzigen Pandemie lernen. Daher ist die ins Leben gerufene Förderung der Bundesregierung ein wichtiger Schritt und sollte auch in Richtung der Pandemic Preparedness genutzt werden“, sagt Holger Zimmermann.

„Wir freuen uns, dass die Bundesregierung handelt und die Spätphase der Entwicklung von dringend benötigten Medikamenten gegen Covid-19 substanziell mit Fördermitteln unterstützt“, sagt Daniel Vitt, Mit-Gründer der Immunic AG in Gräfelfing. „Antivirale Medikamente werden dringend benötigt, um auf mögliche Hochrisiko-Mutationen vorbereitet zu sein, für die kein Impfschutz vorhanden ist“, so Vitt.

www.beat-cov.de

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