Tradition

Adventskalender gefüllt mit Gedichten

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Eva Scholand, Vorsitzende des Fördervereins, präsentiert die neuen literarischen Adventskalender in der Stadtbücherei. 

BURSCHEID Für 5 Euro gibt es sie in der Burscheider Bücherei.

Von Jürgen Heimann

Im vergangenen Jahr hatte Eva Scholand zum ersten Mal die Idee eines literarischen Adventskalenders. „Es gab so viele Anfragen, dass ich ständig rollen musste, um weitere Interessenten mit Kalendern zu versorgen“, sagt die Vorsitzende des Fördervereins. Doch des Rollens nicht müde, wird es in diesem Jahr erneut das Angebot in der Burscheider Stadtbücherei geben. 90 grüne Säckchen mit 24 gelben Zetteln mit eingedrehten Gedichten wird es ab sofort zu 5 Euro pro Stück geben.

Ein Haufen Arbeit sei es gewesen, die Säckchen zu füllen, berichtet die 68-Jährige. Noch vor wenigen Tagen habe sie zusammen mit der Gründerin und zweiten Vorsitzenden des Fördervereins zusammengesessen und einen ganzen Vormittag mit dem Endspurt verbracht. „Ich habe mit Monika Karrenbauer drei Stunden gerollt, um 15 Adventskalender fertig zu machen.“ Langwieriger aber noch sei die Zusammenstellung der Gedichte gewesen. Bereits nach der Weihnachtszeit im vergangenen Jahr habe sie mit der erneuten Sammlung begonnen. „Ich habe mir Weihnachtsbücher aus dem Keller der Bücherei ausgeliehen, im Internet geschaut und selbst Bücher gekauft“, erzählt sie.

Auf die neugierigen Interessenten des neuen Adventskalenders warten nun Gedichte von Catharina Elisabeth Goethe, der Mutter des deutschen Dichters, Kurt Tucholsky und Paul Maar. Dass auch ein Kinderbuchautor wie Maar berücksichtigt worden ist, sieht Eva Scholand keineswegs nur als Bonbon auch mal für die kleinen Zuhörer oder Leser. „Viele Kindergedichte sind so witzig, dass sie auch gut von Erwachsenen gelesen werden können.“

Neben der Fortführung einer schönen Inspiration zum Lesen und zur Bindung an Bücher hat Eva Scholand jetzt aber auch eine schlechte Nachricht. „Mir gehen die Ideen aus“, sagt sie und wird mit Blick auf die Vorstandswahlen im Jahr 2020 deutlicher. „Dann ist für mich Schluss. Ich schaffe es einfach nicht mehr.“ Gemeint damit sei insbesondere der „Papierkram“. Den literarischen Vormittag aber wolle sie weiter leiten.

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