Handwerker und Ritterschaft

Adventliche Stimmung auf Schloss Burg

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Besucher konnten Glasgraveurin Stefanie Gottwalt bei ihrer Arbeit zuschauen.

SOLINGEN Im vorweihnachtlichen Flair auf dem Adventsbasar gab es reichlich Gelegenheit, Geschenke zu ergattern. Die Burgkapelle bot Raum für eine Ruhepause.

Von Wolfgang Günther

Eine zauberhafte Atmosphäre herrschte am Samstag und Sonntag in allen Räumen auf Schloss Burg. Die Vitrinen waren zur Seite geräumt und hatten Platz gemacht für kreative Künstler, die an zahlreichen Ständen ihre Arbeiten vorführten und zum Verkauf anboten. Wer sich hier als Besucher auf die Suche nach einem schönen Weihnachtsgeschenk gemacht hatte, der wurde sicher fündig. Schmuck, Glaskunst und Lederwaren wechselten sich ab mit schönen Holzarbeiten, und mitten drin wurde auch Bergische Feinkost angeboten. 

Der Solinger Günther Burkardt entdeckte vor sieben Jahren seine Liebe zum Holz. „Dabei hatte ich vorher nie etwas mit Holz zu tun gehabt“, erzählte er an seinem Stand „Günnis Welt“ im Innenhof von Schloss Burg. Burkardt hatte sich das Drechseln beigebracht, am Stand gab es wunderschön in Holz gefasste Schreibgeräte und viele andere Teile mit geschmackvoller Holzmaserung zu sehen und natürlich auch zu erwerben. 

Adventliche Stimmung auf Schloss Burg

 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier
 © Christian Beier

Einige Stände hatten ihre Waren auch bereits auf dem Basar der Kunsthandwerker im November angeboten. „Aber eine zehntägige Marktbeschickung war eben nicht für jeden Händler möglich, umso mehr freuen wir uns, an diesem Wochenende hier zu sein“, berichtete eine Mitarbeiterin. 

Schloss Burg: Fortschritte bei der Sanierung sichtbar

Beim Rundgang durch die Räume konnten sich die Besucher auch schon vom Fortschritt der Sanierungsarbeiten auf Schloss Burg überzeugen. Die Räume im Grabentorhaus sind bereits fertig, dort wird im nächsten Jahr vorübergehend die Verwaltung des Schlossbauvereins einziehen. In den kommenden Jahren geht die Sanierung weiter, im Jahr 2025 wird Schloss Burg, mit modernster Museumstechnik ausgestattet, wieder das Kleinod des Bergischen Landes sein.

Das sind die Weihnachtsmärkte 2018 in Remscheid und Umgebung

Werner Maus reiste früher als Außendienstmitarbeiter für bedeutende Solinger Stahlwarenfirmen durch die Welt. Mit seiner Frau Susi verkauft er jetzt ehrenamtlich diese Produkte zugunsten des Schlossbauvereins in der „Bergischen Schatzkammer“ in der Alten Schule vor dem Schloss. „Leider liegt ja die Schatzkammer etwas versteckt, daher kamen wir auf die Idee, auch einen Stand auf dem Adventsbasar einzurichten“, erzählte der Fachmann für Solinger Schneidwaren, Souvenirs und Geschenkartikel. Die Idee war Gold wert, denn das Interesse der Besucher war groß, und der Verkauf ließ nichts zu wünschen übrig. Dieses Geschäft wird von Ehrenamtlichen betrieben, die damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Schlossanlage erwirtschaften. 

„Wahre Bergische Ritterschaft“ hatte ihre Zelte aufgeschlagen

Eine kleine Ruhepause vom Stöbern bot ein Besuch in der Burgkapelle mit dem schlicht geschmückten Weihnachtsbaum. Während die Besucher auf dem Vorplatz mit Speisen und Getränken opulent versorgt wurden, gab es im zweiten Innenhof der Schlossanlage, über offenem Feuer zubereitet, nur ein karges Mahl. Dort hatte die „Wahre Bergische Ritterschaft“ ihre Zelte aufgeschlagen und sorgte für eine möglichst authentische Burgbelebung. 

„Wir sind die Lehensritter des Grafen von Berg, und führen in diesem wunderschönen Ambiente von Schloss Burg in zeitgenössischer Kleidung das mittelalterliche Leben auf einer Burg mit Rittern, Burgfräuleins, Grafen, Handwerkern und Mönchen so lebensecht wie wir es eben wissen können“, sagte Ritter Michael von Upladhin dem Tageblatt. An beiden Tagen zeigte die Bergische Ritterschaft ein mittelalterliches Krippenspiel, das nicht nur die Kinder begeisterte. „Solch eine Aufführung im 13. Jahrhundert auf einer Burg ist historisch verbürgt“, versicherte Ritter Michael.

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