Pandemie

Ab heute ist in Wuppertal wieder vieles möglich

Ein Besuch im Grünen Zoo Wuppertaler Zoo ist ab sofort wieder ohne Nachweis eines negativen Schnelltests möglich. Foto: Oliver Berg/dpa
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Ein Besuch im Grünen Zoo Wuppertaler Zoo ist ab sofort wieder ohne Nachweis eines negativen Schnelltests möglich.

Ohne Test einkaufen und in den Zoo – Corona-Lockerungen treten in Kraft

Von Katharina Rüth, Daniel Neukirchen und Andreas Boller

Wuppertal. Es ist geschafft: Nach fünf Werktagen mit einem Inzidenzwert unter 100 sind in Wuppertal seit dem heutigen Samstag um 0 Uhr Corona-Lockerungen in Kraft getreten. Und da das Land NRW die Regeln für Kommunen unterhalb der Bundesnotbremse noch einmal gelockert hat, fällt die Testpflicht im Handel weg.

„Der erfreulichen Entwicklung mit einem Rückgang von Infektionen und Quarantänefällen um rund 40 Prozent binnen einer Woche sollen jetzt die angekündigten Lockerungen folgen, und zwar ohne Einschränkungen“, sagt Johannes Slawig, Leiter des Krisenstabs.

Stadt hat Bescheinigungen für Genesene versandt

Für den heutigen Samstag planen einige – wenn auch bei weitem nicht alle – Gastronomen eine Öffnung der Außengastronomie. Diese dürfen Bürger nutzen, die einen Nachweis bei sich führen, dass sie getestet (nicht älter als 48 Stunden), geimpft (zweite Impfung mindestens vor zwei Wochen) oder genesen (Infektion liegt mindestens 28 Tage, maximal sechs Monate zurück) sind.

Damit sich Betroffene aus der letzten Gruppe ausweisen können, hat die Stadt bereits rund 13 500 Bescheinigungen für Genesene aus dem entsprechenden Zeitfenster versandt. Wuppertal Stadtsprecherin Martina Eckermann sagt: „Das machen wir ab sofort immer als Automatismus.“

Dank der neuen NRW-Lockerungen dürfen sich die Kunden ab heute nicht nur über den Wegfall des Termingeschäfts in den Geschäften freuen – ab sofort dürfen Kunden auch wieder ohne Corona-Test in die Geschäfte. Auch der Zoo freut sich über Lockerungen: „Besucher können jetzt wieder ohne den Nachweis eines negativen Schnelltests kommen“, erklärt Andreas Haeser-Kalthoff, beim Zoo für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. „Wir empfehlen weiterhin, einen Test zu machen“, sagt er. Pflicht sind Masken in den Innenbereichen, etwa in den Sanitäranlagen. „Es bleibt dabei, dass ein Termin gebucht werden muss“, betont Haeser-Kalthoff.

Auch aus der Kultur kommen Öffnungssignale: Ab dem kommenden Dienstag wollen das Von der Heydt-Museum und das Kontor 91 wieder Besucher empfangen – die offizielle Erlaubnis der Stadt steht noch aus. Das Engelshaus hat sich Fronleichnam, 3. Juni, als Startdatum gesetzt. Besucher müssen sich in allen Museen vorher anmelden.

Indische Mutation ist erstmals in Wuppertal aufgetreten

Die Ausgangssperre ab 22 Uhr entfällt ab heute. Zudem dürfen sich wieder Angehörige aus zwei Haushalten ohne Begrenzung treffen. Es dürfen auch Mitglieder weiterer Haushalte hinzukommen, wenn diese bereits vollständig geimpft sind. Das gilt auch für das Zusammensitzen in der Außengastronomie. Die ganzen neuen Regeln sollen auch von den 22 neuen Wupperscouts mit den gelben Westen im Auge behalten werden, wie Ordnungsdezernent Matthias Nocke sagt. Es gebe aber keine gemeinsamen Streifen mit dem Ordnungsdienst. „Die Wupperscouts suchen erst einmal den Dialog“, sagt Nocke. Erst in einem zweiten Schritt würde von ihnen das Ordnungsamt alarmiert.

Mitte der Woche gab es bei einigen Gastronomen noch Klärungsbedarf, was die Flächen für die Außengastronomie angeht. Inzwischen hat die Stadt nach eigener Angabe Genehmigungen für Anträge auf Außengastronomie „bereits verschickt oder ist dabei, sie den Gastwirten zuzustellen“. Ein Antrag auf Außengastronomie oder eine Veränderung zum Beispiel der Fläche in der Außengastronomie sei aus Sicherheitsgründen weiter notwendig.

Etwas Wasser wird Wuppertal dann allerdings doch in den Wein gegossen: Die indische Mutation des Coronavirus wurde nach Befunden in verschiedenen Nachbarstädten nun auch erstmals in Wuppertal identifiziert. Das Auftauchen der um 40 bis 50 Prozent leichter übertragbaren Mutation werten Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und Krisenstabsleiter Johannes Slawig als Warnsignal, trotz insgesamt sinkender Zahlen bei der Bekämpfung der Pandemie nicht nachlässig zu werden.

Zu den Vorsichtsmaßnahmen zählen Tests. „Die Schnelltestzentren sind weiter sehr gut ausgelastet. Da Wuppertal mit Testzentren gut versorgt ist, gibt es keine Probleme, sich mit oder ohne Voranmeldung testen zu lassen“, sagt Eberhard Fiedler, Geschäftsführer der Improma GmbH. Das Unternehmen hat die Software „Hygiene Ranger“ entwickelt, die von 80 Testzentren und Laboren sowie deren Kunden in Deutschland genutzt wird. Knapp 40 000 Wuppertaler haben die Ranger App bereits runtergeladen.

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