Bildung

4000 neue Studenten beginnen an der Bergischen Universität

WUPPERTAL Weiterer Raumbedarf an den Fakultäten und in den Wohnheimen.

Von Michael Bosse

Rund 4000 Studenten beginnen ihr Studium an der Bergischen Universität Wuppertal. Damit studieren zurzeit mehr als 22 000 junge Menschen an der Uni. Die endgültigen Zahlen stehen Mitte November fest – nach Abschluss der Nachrückverfahren.

Die Zahl der Erstsemester ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Im Wintersemester 2010/11 hatten sich rund 2800 Studenten neu eingeschrieben, im vorigen Wintersemester 2017/18 waren es etwa 3000 gewesen, die ihr Studium an der Bergischen Uni begonnen hatten. Besonders beliebt sind in diesem Jahr Germanistik, Anglistik, Mathematik und Wirtschaftswissenschaft. In den Vorjahren waren Bauingenieurwesen, Biologie, Kunst, Psychologie und Sonderpädagogik stark gefragt.

Von etwa 14 000 Studenten an der Bergischen Uni im Wintersemester 2010/11 stieg die Zahl bis zum Wintersemester 2017/18 auf etwa 22 200 zu. Zugleich stieg auch die Zahl der Lehrenden mit Professorentitel – seit 2010 um mehr als 10 Prozent auf 266 Professoren, wie die Pressestelle mitteilt. Im gleichen Zeitraum wuchs auch die Zahl der Beschäftigten – inklusive der studentischen Hilfskräfte – um ebenfalls ein Zehntel auf 3600.

Uni-Rektor Prof. Dr. Lambert T. Koch zeigt sich erfreut, dass die Studienangebote der Uni „so anhaltend gut nachgefragt werden“. Er verweist aber auch darauf, dass das Verhältnis von Lehrenden und Lernenden an der Uni weiter verbessert werden müsse. Bei der Betreuungsrelation habe Wuppertal – wie die meisten deutschen Universitäten – im OECD-Vergleich noch Luft nach oben.

„Unsere Ambitionen, im Bereich der Forschung weiter zu wachsen, bringen zusätzlichen Raumbedarf mit sich.“ Lambert T. Koch, Rektor

Beim Vergleich mit den anderen Hochschulen sieht Koch den Aufholprozess vor allem in der Konkurrenz zu den sogenannten Exzellenz-Unis noch im Gange. „Wir sind stolz drauf, dass die Bergische Universität in den vergangenen Jahren in wachsendem Maße international beachtete Forschungserfolge verzeichnen durfte.“ Um den Abstand zu den Exzellenz-Unis zu minimieren, sei eine „bessere Grundausstattung“ erforderlich.

Grundsätzlich sieht der Rektor die Uni in einem „Prozess, in dem wir beachtlich vorangekommen sind“. Zu diesem Aufholprozess gehören Neubauten und Sanierungen vor allem am Campus Grifflenberg. Aber auch nach Sanierung der bestehenden Altbauten würden die Kapazitäten „leider nicht ausreichen“, gesteht der Rektor. „Unsere Ambitionen, gerade im Bereich der Forschung weiter zu wachsen, bringen unabdingbar auch zukünftig zusätzlichen Raumbedarf mit sich. Da arbeiten wir an Lösungen.“

Die steigenden Studentenzahlen sorgen auch beim Hochschul- Sozialwerk Wuppertal (HSW) für Arbeit. So sind die Plätze in den Studentenwohnheimen stark gefragt und teilweise überbucht. Zusätzliche Kapazitäten müssen deshalb geschaffen werden. So entstehen gerade fünf neue Wohnheime im oberen Bereich der Max-Horkheimer-Straße, die allerdings erst zum Wintersemester 2019/20 bezugsfertig sein dürften. 132 Plätze sollen dort geschaffen werden.

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Ein Brief an Greta Thunberg

Ein Brief an Greta Thunberg

Tote Rentnerin in Wuppertal: Tatverdächtiger gefasst

Tote Rentnerin in Wuppertal: Tatverdächtiger gefasst

Kasino könnte die Kasse klingeln lassen

Kasino könnte die Kasse klingeln lassen

Der Protest gegen A-3-Ausbau wird stärker

Der Protest gegen A-3-Ausbau wird stärker

Jetzt fahren Rollstühle auch Treppen hoch

Jetzt fahren Rollstühle auch Treppen hoch

Kommentare

Das könnte Sie auch interessieren