Tradition

3100 Lämpchen sorgen in Wuppertal für weihnachtlichen Glanz

Alle Jahre wieder beleuchtet Marco Sieber sein Haus an der Wittener Straße festlich und steckt damit auch seine Nachbarn an. Foto: Anna Schwartz
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Alle Jahre wieder beleuchtet Marco Sieber sein Haus an der Wittener Straße festlich und steckt damit auch seine Nachbarn an.

Wuppertal. Der Wuppertaler Marco Sieber erweitert seine Beleuchtung jedes Jahr etwas mehr.

Von Miriam Karout

Wer die Wittener Straße in Wuppertal-Nächstebreck entlang läuft oder fährt, dürfte schnell ins Staunen kommen. Dort leuchtet in der Adventszeit auch in diesem Jahr ein Weihnachtshaus neben dem anderen. Dahinter stecken vor allem ein Vater und leuchtende Kinderaugen.

„Weihnachtsbegeistert war ich schon als Kind“, sagt Marco Sieber. Vor ungefähr acht Jahren hat er angefangen, das Haus der Familie in der Wittener Straße mit weihnachtlicher Beleuchtung auszustatten. Mittlerweile macht die ganze Nachbarschaft in einem lockeren Wettbewerb mit. So entsteht jedes Jahr zur Adventszeit ein Lichtermeer an der Wittener Straße, an dem begeisterte Passanten und insbesondere die Kinder sich nicht sattsehen können. „Ich habe Spaß daran und die Kinder haben Spaß daran“, sagt der dreifache Vater.

„Ich lasse mir immer was Neues einfallen und bin auch schon in der Planung für nächstes Jahr.“

Marco Sieber

Seine beiden Söhne fragten ihn manchmal schon im November, wann er denn die Beleuchtung anbringe. Die Jungen (sechs und neun) würden ihm dann auch beim Anbringen helfen. Und weil es so schön sei, leuchtende Kinderaugen und begeisterte Nachbarn zu sehen, erweitert Marco Sieber seine Deko jedes Jahr ein bisschen mehr.

„Ich habe damals damit angefangen, jetzt ist das in unserer Nachbarschaft ein Battle: Wer macht die beste und die schönste Weihnachtsbeleuchtung? Und ich habe zum Glück immer noch die Nase vorn“, erklärt er. In diesem Jahr hatte er eigentlich überlegt, die Beleuchtung mal nicht anzubringen. Sein Umfeld hat das aber nicht akzeptieren wollen und so habe er sich von einem Nachbarn breitschlagen lassen. Pünktlich zum ersten Advent am Sonntag war dann die vordere Hälfte des Hauses wie in jedem Jahr dekoriert. Dafür hat Marco Sieber zwei Tage gebraucht. Um das Schmücken kümmert er sich größtenteils alleine – eventuell hilft mal ein Nachbar oder der Bruder hier oder da und jemand muss die Leiter halten.

An der Hausfront leuchten um die 3100 Lämpchen. Die Beleuchtung kaufe Marco Sieber Schritt für Schritt über das ganze Jahr verteilt. Die Lichterketten und Leuchtmotive sammele er alle im Keller. Vieles davon erwirbt er außerhalb der Weihnachtssaison, weil es dann günstiger ist. Aber kostspielig ist seine Weihnachtsbegeisterung schon. In diesem Jahr etwa rechnet er damit, dass seine Stromrechnung für den Monat Dezember 100 bis 200 Euro teurer sein wird. „Aber das ist ja nur einmal im Jahr“, sagt er. Hauptsache, die Resonanz sei positiv.

Langweilig wird dem Wuppertaler dabei auch nicht. „Ich lasse mir immer was Neues einfallen und bin auch schon in der Planung für nächstes Jahr“, sagt Marco Sieber. Da habe er eventuell vor, das gesamte Haus und nicht nur die Front zu schmücken.

Damit die Beleuchtung, die jedes Jahr wächst, stimmig und nicht zu kitschig wird, wirft seine Frau Doreen Sieber-Kuehn ein ganz genaues Auge auf die Auswahl. „Meine Frau ist die Farbberaterin und Koordinatorin. Sie hat da mehr das Händchen für. Wenn ich das machen würde, würde es mehr ins Kitschige gehen. Dann würde ich es übertreiben“, meint er. Auch im Inneren des Hauses sei dabei seine Frau für die festlichen Weihnachtsdekorationen zuständig.

Seine Kinder aber interessiere es kaum, ob die Lämpchen stimmig leuchten. „Die sind total flexibel, Hauptsache es leuchtet. Je mehr Lichter, desto besser“, sagt Sieber. Anfangs habe er mit 200 Lämpchen angefangen. Dass es jetzt mehr als 3000 sind, freut vor allem die Kinder in der Nachbarschaft.

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