Statistik

Wuppertal wächst: 2020 startet mit 362.400 Einwohnern

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Die wachsende Zahl der Menschen macht sich auch auf den Straßen bemerkbar: Im dritten Quartal waren 201 468 Fahrzeuge in Wuppertal zugelassen.

WUPPERTAL Mehr Einwohner, obwohl die Zahl der Sterbefälle höher ist als die der Geburten.

Von Andreas Boller

Mit 361.007 Bewohnern ist Wuppertal in das zurückliegende Jahr 2019 gestartet. Rund 362.400 Wuppertaler werden es nach einer vorläufigen Schätzung zum Beginn des Jahres 2020 sein. Laut Oliver Pfumfel, Leiter des Amtes für Statistik und Wahlen, hat es vor allem im letzten Quartal des Jahres einen deutlichen Zuwachs gegeben. Die letzten Tage des Jahres 2019 müssen aber noch ausgewertet werden.

Das bereits vorliegende Zahlenmaterial deckt sich mit den Beobachtungen, die jeder Bewohner der Stadt in den Fußgängerzonen, Geschäften, Bussen und Bahnen sowie im Straßenverkehr machen kann: Wuppertal wächst, wobei das Wachstum weiterhin vor allem auf der Zuwanderung aus dem EU-Ausland beruht. Noch immer ist die Zahl der Sterbefälle höher als die der Geburten, obwohl die Geburtenrate insgesamt gestiegen ist.

Ronsdorf und Elberfeld-West wachsen, Cronenberg schrumpft

Es gibt mehr Frauen als Männer in der Stadt. Ende des dritten Quartals 2019 waren es 182 333 weibliche, dagegen „nur“ 179 023 männliche Bewohner. Zugelegt hat Wuppertal vor allem in den jüngeren Jahrgängen – bei den Unter-Sechsjährigen (plus 1,4 Prozent), den Sechs- bis 16-Jährigen und in der Altersgruppe der 25- bis 45-Jährigen (jeweils plus 1 Prozent).

Überraschend fällt die Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Stadtteilen (Stand, 3. Quartal 2019) aus. Die größten Zuwächse in diesem Quartal hatten Elberfeld-West (plus 134), Uellendahl-Katernberg (plus 108) und Ronsdorf (plus 100) zu verzeichnen. Hingegen verlieren Elberfeld (minus 79) und Cronenberg (minus 43) die meisten Bewohner. Wachstum ist eben nur dann möglich, wenn es auch entsprechenden Wohnraum gibt.

Die Zahl der Baugenehmigungen für Wohngebäude ist leicht rückläufig, die für Wohnungen geht deutlich zurück. Der Wohnungsbestand im Stadtgebiet stagniert trotz wachsender Bevölkerung; die Zahlen haben sich nur minimal verändert.

Erstmals mehr als 200 000 Fahrzeuge angemeldet

SOZIO-STRUKTUR

BEDARFSGEMEINSCHAFTEN Im zurückliegenden Jahrzehnt hat sich ein statistischer Wert kaum verändert - und das ist ein Punkt, der die Probleme der Stadt Wuppertal deutlich macht. 48 923 Menschen lebten 2019 in sogenannten Bedarfsgemeinschaften – waren also, unabhängig davon, ob sie in Arbeit sind oder nicht, auf staatliche Hilfe angewiesen.

KINDERARMUT Trotz einer Phase von neun Jahren der Hochkonjunktur, in der die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gestiegen ist, hat der Aufschwung jeden siebten Wuppertaler nicht erreicht. Rund 15 000 Kinder in der Stadt sind über ihre Eltern auf staatliche Hilfe angewiesen - auch dieser Wert ist seit Jahren stabil. Entsprechend hoch sind die Ausgaben für Sozialleistungen.

Die wachsende Zahl der Menschen macht sich insbesondere auf den Straßen bemerkbar. Im dritten Quartal waren 201 468

„Bei den PKW gab es im Beobachtungszeitraum der Jahre 2009 bis 2018 eine durchschnittliche jährliche Zunahme von rund 1700 bei den privaten Haltern. Bei den gewerblichen Haltern nahm die Anzahl der zugelassenen PKW hingegen um nahezu ein Viertel ab“, sagt Oliver Pfumfel. Angemeldet sind auch 16 682 Krafträder: Die Zahl der Motorräder steigt ebenfalls, allerdings wesentlich langsamer als die der Pkw.

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