2015 mehr Komfort in neuen Wagen

Baustelle bis Sommer 2013: die Wagenhalle in Oberbarmen.
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Baustelle bis Sommer 2013: die Wagenhalle in Oberbarmen.

Wuppertal. Gute Nachrichten vom Wuppertaler Wahrzeichen: Während die Bauarbeiten an der Station Werther Brücke in Barmen und an der Wagenhalle in Oberbarmen nach Angaben der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) im Zeit- und Kostenplan liegen, läuft die technische Entwicklung der nächsten Zug-Generation auf Hochtouren - und bietet eine Fülle neuer Details.

Baustart: Mitte 2013 - erste Auslieferung: Mitte 2014

"Wir kämpfen dabei um jedes Kilogramm", erklärt Ulrich Jaeger - Geschäftsführer der WSW mobil GmbH - auf Nachfrage der WZ: Maximal 22 Tonnen dürfen die neuen Wagen wiegen, und an diese Vorgabe müssen sich auch die Planer beim Hersteller Vossloh Kiepe halten.

Der erste neue Zug soll Mitte 2014 - gut ein Jahr nach Beginn der Fertigung im spanischen Valencia - per Tieflader nach Wuppertal geliefert, zusammengesetzt und auf die Strecke geschickt werden. Bis Ende 2015 werden die 31 neuen Wagen für insgesamt gut 122 Millionen Euro in den Dienst genommen. Und das korrespondierend mit ihrem neuen Betriebssystem, das gut 20 Millionen Euro kostet, bis 2016 "scharf geschaltet" und vom Unternehmen Alstom geliefert wird.

Während sich die Ingenieure derzeit unter anderem mit technischen Vorgaben, Kabelwegen und Schnittstellen befassen, zeichnet sich mehr und mehr ab, wie die mehr als 80 000 Passagiere täglich ab 2014 in die Zukunft schweben - und das ohne beschlagene Scheiben: Die Wagen werden mit einem speziellen Klimasystem versehen, das den Innenraum entfeuchtet und auch nicht so schwer ist wie eine konventionelle Klimaanlage.

Es bleibt auch bei der geplanten Panorama-Scheibe am Heck der Wagen und, so Jaeger, "sehr wahrscheinlich" bei aus Holz gefertigten Sitzen. Dabei handelt sich dann aber um Einzelsitze und nicht um die zunächst geplanten Sitzbänke.

Stadtwerke rechnen mit "weltweiter Öffentlichkeit"

Heller und den Anforderungen entsprechend komfortabler sollen die 31 neuen Wagen werden - mit durchgehenden Fensterbändern und LED-Leuchtschienen.

Und außen? Abgesehen davon, dass auf eine Verkleidung der Drehgestelle verzichtet wird, um einen Blick auf die Fahrtechnik zuzulassen, wird derzeit auch die optische Gestaltung der Wagen erörtert: Als Favorit vieler Wuppertaler zeichne sich ein heller, blauer Farbton ab, erklärt Jäger. "Aber eine abschließende Entscheidung ist dazu noch nicht gefallen."

Fest steht allerdings, dass es auch auf den neuen Wagen Werbung geben wird. Die Gespräche über deren Vermarktung durch die Firma Ströer laufen: Auch die Stadtwerke rechnen mit einer "weltweiten Öffentlichkeit" beim Start der neuen Züge - und einem entsprechend großen Interesse internationaler Unternehmen. Bei allem Enthusiasmus gerate fast in Vergessenheit, dass die Schwebebahn nun endlich über einen komplett erneuerten und damit auch "kältefesten" Fahrweg verfügt, fügt Jaeger hinzu. "Und das auf 13,3 Kilometer Länge. Jetzt kann es draußen also so kalt werden, wie es will."

Bis zum Sommer 2013 sollen außerdem die Station Werther Brücke nach historischem Vorbild und die neue Wagenhalle fertig sein.

PLANUNGS-DETAILS

ÜBERWACHUNG Die neuen Züge der Schwebebahnwerden mit Videokameras überwacht - nach positivenErfahrungen, die im Busverkehr gesammelt wurden:bei der Aufklärung von Sachbeschädigungen, nachDiebstählen und Übergriffen auf das Fahrpersonal.

TECHNIK Für die Passagiere gibt es in den neuenWagen einen Monitor, der auch die nächsten Stationenauf der Strecke anzeigt. Für Rollstuhlfahrer ist imFahrzeugboden eine aufklappbare Rampe vorgesehen.

MATERIAL Erörtert wird auch, aus welchem Materialdie Sitze bestehen - mit Blick auf den Brandschutz,deren Fertigung und Gewicht. Vieles deutet auf dieVerwendung von Holz hin.

 

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