Konkurrenzdruck

Studie: Fernbusfahrer sitzen zu lange am Steuer

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Düsseldorf - Fahrten mit den Fernbussen werden in Deutschland immer beliebter. Die Branche boomt, hat allerdings einen bedeutenden Nachteil für die Fahrer.

Fast jeder vierte Fernbusfahrer sitzt einem Bericht zufolge zu lange am Steuer. Bei Kontrollen im Jahr 2014 und im ersten Halbjahr 2015 seien bei nahezu jedem vierten Fahrer Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt worden, berichtete die "Rheinische Post" am Donnerstag unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion.

Die Regierung verwies demnach auf einen Sonderbericht des Bundesamtes für Güterverkehr, wonach im Jahr 2014 254 deutsche Busse kontrolliert wurden, deren Fahrer in 60 Fällen gegen die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sowie Fahrtunterbrechungen verstießen. Im ersten Halbjahr 2015 wurden demnach bei 217 Buskontrollen 53 Verstöße festgestellt.

"Der Preisdruck im Fernbusgeschäft wird immer wieder auf dem Rücken der Busfahrer ausgetragen", sagte der Verkehrsexperte der Grünen-Fraktion, Matthias Gastel, der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten seien kein Kavaliersdelikt. Die Kontrollen müssten daher ausgeweitet und Verstöße strenger geahndet werden, forderte der Grünen-Politiker.

AFP

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